Wieder-Eröffnung der Tristeza Nach einwöchiger Renovierungspause wird heute eure geliebte Dorfschenke mit großem Getöse schöner, neuer, gemütlicher wieder eröffnet und euer Durst nach Hausschnaps und dummen Witzen am Tresen gestillt.
26.08.2010, 18.00 Uhr
Beginn der Bauwoche in der Tristeza! Die Tristeza bleibt ab heute für eine Woche geschlossen! Bitte auf altbekannte Alternatven ausweichen.
24.08.2010, 19.00 Uhr
Info-Abend: Kein "Al-Quds"-Tag in Berlin! @ Podest
Am 4. September 2010 demonstrieren in Berlin Islamist_innen, Neonazis und antizionistische Linke für die "Befreiung Jerusalems", also für die Zerschlagung des jüdischen Staates Israel. Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen "Al-Quds-Tages", an dem das iranische Mullahregime seinen reaktionären Kulturkampf in die Welt trägt. In diesem Jahr ruft ein Bündnis antifaschistischer Gruppen auf, der gruseligen Propagandashow entgegenzutreten.
veranstaltet von der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA)
22.08.2010, 21.30 Uhr
Cyberpunk-Filmreihe: Electric Dragon 8000V und Rubber′s Lover @ Nichtraucher_innen-Raum
ACHTUNG!!! AKTUELLE ÄNDERUNG!!!
21:30 Uhr: Electric Dragon 80000V
Nachdem er als Kind vom Blitz getroffen wurde, ist ein Mann (der zudem auch noch mit einem Reptiliengehirn geboren wurde) süchtig nach Starkstrom. In seiner von unzähligen Echsen bevölkerten Wohnung verabreicht er sich regelmäßig Schock-Behandlungen und reagiert seine ungezügelten Aggressionen an der E-Gitarre ab. Eines Tages betritt ein Gegenspieler des Mannes, der sich mittlerweile Dragon Eye Morrison nennt, die Bildfläche. Es ist Mr. 80.000 Volt, ein physisch schizophrener Stromfetischist, der sich anschickt, Dragon Eye zu vernichten... Cyberpunk-Urgestein Sogo Ishii ("Burst City") drehte 2000 eine Hommage an das Genre, Punkrock und japanische Monsterfilme. Zusammen mit dem Hauptdarsteller schrieb und spielte er die Musik zu diesem Film. Entstanden ist ein unglaublich unterhaltsamer wie wilder Film, mit dem Ishii ein weiteres Mal bewiesen hat, dass er einer der Meister des japanischen Cyberpunks ist.
Electric Dragon 80000V im jap. O-Ton mit engl. UT - Laufzeit: 55 Minuten
22:30 Uhr: Rubber′s Lover
Eine geheime Organisation experimentiert mit einer Art psychedelischer Droge namens Digital Direct Drive (D.D.D.). Unter Drogeneinfluss – und in einen engen Lederanzug gehüllt – werden die Versuchspersonen mit extremen Tönen beschallt, mit dem Ziel übermenschliche Fähigkeiten in ihnen zu wecken. Die gefährlichen Experimente geraten immer mehr außer Kontrolle und als beschlossen wird, die Versuchsreihe einzustellen, eskaliert die Situation: Zwei Versuchspersonen nehmen ihren Vorgänger und eine Sekretärin gefangen und bereits wenig später folgt eine weitere "Versuchsreihe"... Shojin Fukui übernahm 1997 wichtige Elemente aus "Tetsuo" und kombinierte sie mit neuen Thematiken: Drogen, Lack & Lederfetische, medizinische Versuche an Menschen. Herausgekommen ist ein beeindruckender Mix aus Cyberpunk, Rache-Thriller und subversiver Kritik an den Praktiken kapitalistischer Großunternehmen.
Rubber′s Lover im jap. O-Ton mit engl. UT - Laufzeit: 90 Minuten
Zur Reihe "Cyberpunk - Maschinen-Menschen, Lärm und Anarchie":
Der August wird laut! Menschen verschmelzen mit Maschinen, Wut und Aggressionen entladen sich zu treibendem Industrial-Punkrock, raue, schnell geschnittene Bilder überrollen die Zuschauer mit der Kraft einer Dampfwalze. Cyberpunk ist längst im Mainstream angekommen, wir bleiben im Underground und konzentrieren uns auf Cyberpunk-Kino aus Japan. Die Tristeza zeigt jeden Sonntag im August einen Film, der mit seiner Energie, seinen Ideen und seiner Inszenierung deutlich aus der Masse heraussticht. Am 01. August beginnen wir mit David Lynch′s "Eraserhead" (1977), welcher großen Einfluss auf das Genre hatte. Am Sonntag darauf stürzt Sogo Ishii mit seinem "Burst City" (1982) Tokyo ins Chaos. Der 15. August gehört Shinja Tsukamoto′s Meisterwerk "Tetsuo - The Iron Man" (1989), "Rubber′s Lover" (1997) von Shojin Fukui ist die Woche darauf zu sehen und den Abschluss bildet Sogo Ishii′s letzter Cyberpunk-Film, "Electric Dragon 80000V" aus dem Jahre 2000.
Yagil was born and briefly raised in Brooklyn, NY. Moving every three-something years of his life, Yagil has spent most of his life bouncing between different neighborhoods in Ra′anana, Israel and New York State. Having met his co-producer and guitarist Dan Blackburn in high school in Rockland County, NY, Yagil and Dan have been playing together for close to a decade. Returning to his place of birth, Yagil has more recently written Anticipating Summer, an EP about winter in Brooklyn and the Anticipating Summer in Israel. Anticipating Summer EP is a collaboration with musicians Yagil met attending Purchase College. Most notably, Rusty Mack, who produced the EP. Yagil′s influences come from his travels and cultural exchanges mostly deriving from Mediterranean, Spanish, and Reggae music.
Diskussion: Zum boomenden Verschwörungswahn @ Podest
Am 21. August soll in Berlin das Festival "Kritische Masse" stattfinden. Organisator_innen sind das Infonetzwerk Berlin und das Radio NWO. Im ′Club Rekorder′ unter dem S-Bahnhof Jannowitzbrücke soll es neben Musik auch Infotische und Vorträge geben. Es handelt sich hierbei um ein Gebräu kruder Vorstellungen zur direkten Demokratie, Antiamerikanismus, Antisemitismus und vermeintlich alternativer Finanzkapital-Kritik. Besonders auffällig sind, neben der schon als nationalistische Anti-Antifaschist_innen bekannten Band "Die Bandbreite", die beiden Rapper_innen Scarabeuz & Taleb. In ihrem Track "Wie lange noch" kommt zu den oben genannten national-patriotischen Diskursen antiisraelische Kritik hinzu, die Israel und die USA endlich auch zu "Terroristen" stempeln will. Zum Festival konnte bisher ohne größeres Aufsehen mobilisiert werden. Die Bands, die auf dem Konzert spielen sollen, scheinen nicht immer über den Hintergrund der Organisator_innen informiert zu sein. So distanziert sich mit Tapete nun einer der Headliner des Abends von den Veranstalter_innen und ihrem Umfeld.
Cyberpunk-Filmreihe: Tetsuo - The Iron Man @ Nichtraucher_innen-Raum
Beeinflusst von "Eraserhead" und "Burst City", drehte Shinja Tsukamoto 1989 einen Meilenstein des Genres, "Tetsuo – The Iron Man". In einer japanischen Industriestadt lebt ein kleiner Angestellter, der jede Nacht von grausamen Alpträumen heimgesucht wird. In seinen Träumen verwandeln sich Menschen zu schrecklichen Kreaturen aus Metall. Eines Morgens entdeckt er beim Blick in den Spiegel eine seltsame, metallisch glänzende Stelle in seinem Gesicht. Von da an verwandelt er sich innerhalb weniger Stunden zu einem Ungetüm aus Drähten, Stahl und Maschinenteilen. Als er schließlich auf einen anderen, ebensolchen "Iron Man" stößt, beginnt ein erbitterter Kampf um Leben und Tod... Gekonnt kombiniert der Film drastische schwarz-weiß Bilder mit einem pumpenden Industrial-Soundtrack und entwirft damit 67 elektrisierende Minuten aus Chaos, Zerstörung und ohrenbetäubendem Lärm.
Tetsuo - The Iron Man im jap. O-Ton mit engl. UT - Laufzeit: 67 Minuten
Zur Reihe "Cyberpunk - Maschinen-Menschen, Lärm und Anarchie":
Der August wird laut! Menschen verschmelzen mit Maschinen, Wut und Aggressionen entladen sich zu treibendem Industrial-Punkrock, raue, schnell geschnittene Bilder überrollen die Zuschauer mit der Kraft einer Dampfwalze. Cyberpunk ist längst im Mainstream angekommen, wir bleiben im Underground und konzentrieren uns auf Cyberpunk-Kino aus Japan. Die Tristeza zeigt jeden Sonntag im August einen Film, der mit seiner Energie, seinen Ideen und seiner Inszenierung deutlich aus der Masse heraussticht. Am 01. August beginnen wir mit David Lynch′s "Eraserhead" (1977), welcher großen Einfluss auf das Genre hatte. Am Sonntag darauf stürzt Sogo Ishii mit seinem "Burst City" (1982) Tokyo ins Chaos. Der 15. August gehört Shinja Tsukamoto′s Meisterwerk "Tetsuo - The Iron Man" (1989), "Rubber′s Lover" (1997) von Shojin Fukui ist die Woche darauf zu sehen und den Abschluss bildet Sogo Ishii′s letzter Cyberpunk-Film, "Electric Dragon 80000V" aus dem Jahre 2000.
08.08.2010, 22.00 Uhr
Cyberpunk-Filmreihe: Burst City @ Nichtraucher_innen-Raum
Im futuristischen Tokyo soll ein neues Kernkraftwerk gebaut werden. Ein paar Punkrocker und deren Fans lehnen sich dagegen auf, es kommt zu brutalen Schlachten mit der Polizei. Als eine unbekannte Bikergang auftaucht, eskaliert die Situation komplett... Stellte Eraserhead in den Bereichen Bildgestaltung, Atmosphäre und Handlung einen großen Einfluss dar, so haben vor allem die raue Punk/Industrial - Musik und das auf Zelluloid gebannte, unglaublich intensiv dargestellte Chaos aus "Burst City" (1982) maßgeblich zur Bildung des japanischen Cyberpunk-Genres beigetragen. Regisseur Sogo Ishii war und ist selbst Mitglied mehrerer Bands, filmte die Konzerte seiner Freunde und entwickelte aus dem entstandenen Material diesen Spielfilm.
Burst City im jap. O-Ton mit engl. UT - Laufzeit: 116 Minuten
Zur Reihe "Cyberpunk - Maschinen-Menschen, Lärm und Anarchie":
Der August wird laut! Menschen verschmelzen mit Maschinen, Wut und Aggressionen entladen sich zu treibendem Industrial-Punkrock, raue, schnell geschnittene Bilder überrollen die Zuschauer mit der Kraft einer Dampfwalze. Cyberpunk ist längst im Mainstream angekommen, wir bleiben im Underground und konzentrieren uns auf Cyberpunk-Kino aus Japan. Die Tristeza zeigt jeden Sonntag im August einen Film, der mit seiner Energie, seinen Ideen und seiner Inszenierung deutlich aus der Masse heraussticht. Am 01. August beginnen wir mit David Lynch′s "Eraserhead" (1977), welcher großen Einfluss auf das Genre hatte. Am Sonntag darauf stürzt Sogo Ishii mit seinem "Burst City" (1982) Tokyo ins Chaos. Der 15. August gehört Shinja Tsukamoto′s Meisterwerk "Tetsuo - The Iron Man" (1989), "Rubber′s Lover" (1997) von Shojin Fukui ist die Woche darauf zu sehen und den Abschluss bildet Sogo Ishii′s letzter Cyberpunk-Film, "Electric Dragon 80000V" aus dem Jahre 2000.
Ein Film wie ein Alptraum; Henry lebt in einer Industriestadt, deren gewaltige Maschinen Tag und Nacht arbeiten. Sein Zimmer ist karg eingerichtet und in seiner freien Zeit sieht er gern der Frau in seinem Heizkörper zu, die auf einer Bühne singt und tanzt. Eines Tages erfährt er, dass seine Freundin Mary X. von ihm schwanger ist. Die Eltern drängen beim gemeinsamen Abendessen auf eine Heirat. Bald darauf wohnen beide zusammen und Mary bekommt ihr Kind. Ein Kind, wie es sich beide nicht vorgestellt haben. Mit Eraserhead drehte David Lynch 1977 einen Film, der enormen Einfluss auf spätere Filmemacher ausübte. Besonders die Industriestadt mit ihren gigantischen Fabriken und Maschinen, die bedrohliche, vom Industrielärm geprägte Atmosphäre sowie die surreale Handlung waren eine große Inspiration für viele Cyberpunk-Filme, die in den folgenden Jahren entstanden.
Eraserhead im engl. O-Ton ohne UT - Laufzeit: 85 Minuten
Zur Reihe "Cyberpunk - Maschinen-Menschen, Lärm und Anarchie":
Der August wird laut! Menschen verschmelzen mit Maschinen, Wut und Aggressionen entladen sich zu treibendem Industrial-Punkrock, raue, schnell geschnittene Bilder überrollen die Zuschauer mit der Kraft einer Dampfwalze. Cyberpunk ist längst im Mainstream angekommen, wir bleiben im Underground und konzentrieren uns auf Cyberpunk-Kino aus Japan. Die Tristeza zeigt jeden Sonntag im August einen Film, der mit seiner Energie, seinen Ideen und seiner Inszenierung deutlich aus der Masse heraussticht. Am 01. August beginnen wir mit David Lynch′s "Eraserhead" (1977), welcher großen Einfluss auf das Genre hatte. Am Sonntag darauf stürzt Sogo Ishii mit seinem "Burst City" (1982) Tokyo ins Chaos. Der 15. August gehört Shinja Tsukamoto′s Meisterwerk "Tetsuo - The Iron Man" (1989), "Rubber′s Lover" (1997) von Shojin Fukui ist die Woche darauf zu sehen und den Abschluss bildet Sogo Ishii′s letzter Cyberpunk-Film, "Electric Dragon 80000V" aus dem Jahre 2000.
Infoabend: Freizeit- und Amateurvereine -
Situation und Probleme @ Nichtraucher_innen-Raum
Der Verband für Freizeitfußball und der Berliner Fußball-
Verband sind DIE Institutionen des Berliner Amateur- und
Freizeitfußballs und vertreten rund 313 Vereine in denen
knapp 110.000 Mitglieder organisiert sind. Darüber hinaus
gibt es zahlreiche Kicker in den gesonderten Freizeitligen
von Universitäten, der Kirche oder Projekten die
sich explizit nicht an dem "Geldfußball" beteiligen wollen,
wie zum Beispiel die "Bunte Liga Berlin". Von deren Problemen
hören und sehen wir wenig bis nichts.
Doch ob nun die Entpolitisierung des Sports, kaum Partizipationsmöglichkeiten,
verwaltungsrechtlichte Probleme,
fehlendes Engagement bei den Mitgliedern, keine
Trainings- oder Spielmöglichkeiten, diskriminierende
Schiedsrichter und Teams, kaum Einnahmen, überlastete
Sportämter oder die von Funktionären vermittelte und
selbst gefühlte politische Bedeutungslosigkeit – es gibt so
nahezu jedes vorstellbare Problem in den unteren Ligen.
Dies und vieles mehr wollen wir auf der Veranstaltung erläutern
und diskutieren.
Es referieren:
Volkmar Lucius, Vorsitzender Bunte Liga Berlin
N.N.,Berliner Fußball-
Verband
Julius Martin, Pressesprecher Roter Stern Nordost
Berlin
Für alle, die heute keine Lust auf richtiges Finale haben:
Am Tag des Endspiels um die Fußball-WM 2002 treten
die beiden schlechtesten Teams der Weltrangliste gegeneinander
an, Bhutan und Montserrat. Eine witzige Doku
zur Liebe zum Fußball, die noch an die Eine-Welt-Romantik
glaubt.
09.07.2010, 19.30 Uhr
Antifa heisst Anpfiff!!! - Antinationale Fussballrallye @ überall und nirgends
Die Tristeza als antinationaler Parcour: Fussballkritisches,
nicht nur zur WM, im besten Gewand. Kommt in Teams
zu unserem interaktiven Quiz-und Spieleabend und lacht
über Dinge aus dem schwarz-rot-goldenen Ballkosmos.
Wissen hilft nicht immer weiter - an mehreren Stationen
sind eure Spontaneität im kreativen Umgang mit der deutschen
Fussballwelt gefragt. Zu gewinnen gibt es einiges,
doch auch ihr sollt etwas beitragen und deswegen die erste
Aufgabe gleich hier: Bringt uns ein Stück vom "Größten
Scheiß vom Merchandise"! Durchsucht noch vor dem
Abend die Bastionen des nationalen Kitsches und bringt
das Kurioseste mit. Essbare Unterwäsche in Nationalfarben?
Schwarz-rot-geil-Bier, dass die Zeit ansagt? Egal,
ihr denkt euch eine kleine Geschichte dazu aus und die
besten werden prämiert.
Wir wünschen euch einen tollen Abend, ihr könnt gespannt
sein!
...und reine Männerteams können mit Minuspunkten
rechnen!
Es referieren:
Frank Rijkaard, Spucker der Nation
Lothar Matthäus, Englischlehrer, ehem. Fußballgott
Jürgen Sparwasser, Bezwinger des kapitalistischen
Systems
Infoabend: Rassismus im Fussball - Deutschsein als Alltag @ Nichtraucher_innen-Raum
Frühjahr 2010. Der DFB veröffentlicht im Vorfeld der Männer
WM ein Video, in dem sich Eltern unterschiedlicher
Herkünfte zum sprachlich bunten Grillabend treffen. Was
haben sie gemeinsam, fragt die Stimme aus dem OFF.
Ihre Kinder spielen in den Junioren-Teams des DFB.
"Fussball ist Zukunft" endet der Trailer. Nur ein paar Monate
zuvor: Kurz nachdem die U-19 Juniorenauswahl
des DFB die WM gewonnen hat, merkt Oliver Bierhoff in
einem Interview leise an, dass es viele Zuschriften gegeben
hätte, die sich über den großen Anteil nichtdeutscher
Jugendlicher in dem Team beschwerten. Freude sieht
anders aus. Wer gehört dazu, wer nicht? Was die DFBOberen
erkannt zu haben scheinen - dass rassistische
Ausgrenzung die eigene Jugendarbeit unterläuft - kommt
beim gemeinen Fan und andernorts schlecht an. Noch
immer tönt es vielerorts rassistisch aus der Kurve, noch
immer ist Türkiyemspor Berlin der einzige nach 1945 von
Migranten gegründete Verein im deutschen Profifussball
- und das ohne eigene Spielflächen.
Es referieren:
Çetin Özayd?n, Förderverein Türkiyemspor Berlin
Gerd Dembowski, Ausstellung "Tatort Stadion"
Book-Release: "Rassismus auf gut Deutsch" @ Hauptraum
Zur Erscheinung des Buches "Rassismus auf gut Deutsch" wollen die Herausgeber_innen und hoffentlich sehr viele der Autor_innen mit euch lesen, diskutieren und feiern!
Rassistische Sprachhandlungen sind nicht nur bestimmte Schimpfwörter und verbale Beleidigungen, sondern können viele sprachliche Formen annehmen - bis hin zu Nicht-Nennungen. Sie sind in Alltagsgesprächen, Schulbüchern, auf Straßenschildern, in Wörterbüchern, Fernsehsendungen, Klassenräumen, Restaurantmenüs, in Werbung und Ausstellungskatalogen zu finden, um nur einige Orte zu nennen. Wie sprachlicher Rassismus funktioniert und was ihr dagegen tun könnt, könnt ihr im frisch erschienen Buch "Rassismus auf gut Deutsch" nachlesen während des Book-Release erfahren: Einige der Autor_innen werden Kurzvorstellungen zu ihren Artikeln geben und anschließend kann_darf_soll diskutiert, angestoßen und gefeiert werden!
Bei Benötigung einer Gebärdendolmetscher_in, bitte zwei Wochen vorher Bescheid geben.
03.07.2010, 20.30 Uhr
KNEIPENQUIZ Nr.7! @ überall
Was haben gebrochene Herzen, prickelnde
Gänsehaut, steife Muschis
und eheliche Steuervorteile
gemeinsam?
Wer kann multiple Orgasmen haben?
a) alle
b) nur Frauen
c) keine Männer
d) gibts doch janich! Die sind eine Erfindung der patriarchalen Porno-Industrie!
Wer hat die Liebe erfunden?
a) Gott
b) Teufel
c) der Kapitalismus
d) Liebe gibt′s doch janich! Das ist doch eine Erfindung der patriarchalen Romantik!
Was ist ein "Schlafzimmerblick"?
Diesmal geht′s um "Liebe, Sex und Zärtlichkeit" - kommt intims und gewinnt eine Phallusche Hausschnaps.
Attention! Explicit Content.
29.06.2010, 19.30 Uhr
Fans im Fussball - gewollt und doch gehasst @ Nichtraucher_innen-Raum
13. März 2010: Nach einem verlorenen Spiel gegen den
1. FC Nürnberg überqueren 100 Hertha BSC Fans die
Absperrungen, rennen in Richtung Mannschaftskabine
und richten Sachschaden an Trainerbänken und Werbetafeln
an. Die Aufregung danach ist groß. Einmal mehr ist
von Chaoten, Randalierern, Rowdys, Krawallmachern die
Rede, Personen, die keine "wahren Fans" seien. Für die
"Ausschreitungen", hat es wie so oft wieder Stadionverbot
gehagelt. Der Fußball verkommt immer mehr zum kommerziellen
Pop-Event. Die Stimmung in den Stadien wird
meist nur noch von den Ultras getragen, diese werden
aber mehr und mehr ausgesperrt. Von Seiten des DFB
wurden zuletzt Pfiffe gegen die DFB-Elf schärfstens kritisiert.
Damit wird ganz deutlich gezeigt: Eintritt bezahlen
- Teuere Getränke konsumieren - Platz nehmen - nach
90. Minuten applaudieren - wieder gehen. Emotionen zeigen
verboten. Doch sind es diese Fans, die kaum Kosten,
Mühen und genommene Urlaubstage scheuen, um bspw.
ihre Vereine zu Auswärts- oder gar Auslandsfahrten
begleiten. Für eine 0:4 Klatsche in Lissabon, 300 Euro
auszugeben und zwei Urlaubstage zu opfern, davon liest
niemand irgendwo...
Es referieren:
Elke Wittich, Jungle World / Sportswire
Jan, fußball von links
N.N., Ultra eines Berliner Fußballvereins (angefragt)
Film: Das Grosse Tabu und Tabubruch @ Nichtraucher_innen-Raum
Die Reportage deckt auf subtile Weise auf, wie weit
Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im Fußball tatsächlich
verbreitet ist - und zwar auf allen Ebenen.
04.07. Fünfte Herren - Fussball Pur
Ein wunderschöner Film über den ganz normalen Amateurfußball-
Wahnsinn, garniert mit Spielszenen vom entscheidenden
Meisterschaftsspiel der Fünften Herren des
FC St. Pauli.
24.06.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Homophobie im Fussball -
mehrheitlich abgelehnt und doch toleriert @ Nichtraucher_innen-Raum
"Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur
schwul ist." Reaktion Rudi Assauers, Ex-Manager
von Schalke 04: "Ich habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen
Gefallen: Such Dir einen neuen Job.".
Schon seit vielen Jahren fragen Medien und Sportvertreter
danach, doch passiert ist bisher nichts: Wann outen
sich die ersten aktiven Fußball spielenden Frauen und
Männer als homosexuell? Klar ist: Einige sind homosexuell,
verstecken sich jedoch: Mit Alibi-Ehe, Alibi-Kindern
und damit zu weiten Teilen Alibi-Leben.
Offene und versteckte Spielarten von Homophobie befinden
sich bei Vereinen und Verbänden ebenso wie bei den
Spielenden selbst und deren Fans. Und das obwohl sich
diese im Fußball weit öfter körperlich nahe sind als im
restlichen gesellschaftlichen Leben. Oder sind Sie gerade
deswegen besonders homosexuellenfeindlich?
Es würden diejenigen, die sich outen, plattgemacht von
ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion. "Diese
Hetzjagd sollte man ihnen ersparen.", so Assauer.
Wir werden aktuelle Erscheinungsformen von Homophobie
im Fußball benennen und Praxisbeispiele vorstellen,
die sich klar dagegen positionieren.
Es referieren:
Tanja Walther-Ahrens, European Gay and Lesbian
Sport Federation
Torsten Siebert, Projektleiter Respect Gaymes
n.n., Sportverband für Schwule und Lesben (angefragt)
Der heutige Kapitalismus ist global. Dass Unternehmen immer mehr über nationale Grenzen hinweg agieren, lässt einige zu der These verleiten, dass die Nationalstaaten immer weniger eine Rolle im globalen Weltmarkt spielen und somit auch Nationalismus eine überholte Ideologie sei. Dabei wird übersehen, dass Nationalstaaten aber die Instanz sind, die die Ausgangsbedingungen für die kapitalistische Ordnung herstellen: Sie garantieren Privateigentum, legen Minimalbedingungen zum Überleben der Arbeiter_innen fest und kümmern sich um nicht profitable Infrastruktur. Auf die eine oder andere Weise ringen sie also untereinander um die günstigsten Standortbedingungen für das Kapital, um möglichst viel vom weltweiten Reichtum abzusahnen.
In Deutschland regt sich dagegen manchmal Widerstand: Mal rufen die Gewerkschaften zu einem kleinen Streik aus, mal demonstrieren Menschen jeden Montag gegen Hartz IV. Den meisten Protestler_innen in Deutschland ist dabei eines gemein: Sie haben nicht etwa Emanzipation, sondern das nationale Gemeinwohl im Sinn. Deutsche Gewerkschaften kämpfen für deutsche Standorte, HartzIV-Protestler_innen wünschen sich unter "Wir sind das Volk"-Rufen ganz romantisch den guten alten Sozialstaat zurück. Gleichzeitig stimmen alle gemeinsam mit der Regierung darin überein, dass "alle den Gürtel enger schnallen müssen" - für Deutschland.
Wie sieht eine deutschlandspezifische Kritik an Nation aus, die insbesondere einer kapitalismuskritischen Perspektive Rechnung trägt?
Dein Block mein Kiez #3 - HipHop Open Air "attak alemanya!" @ umsonst und draussen
Zum 3. Mal gibt"s "Dein Block mein Kiez" in Nord-Neukölln. Das HipHop-OpenAir und die Veranstaltung sollen ein deutliches und nicht zu überhörendes Statement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Verdrängung bei uns im Kiez und überall sonst abgeben.
Film: When The Mountain Meets Its Shadow @ Nichtraucher_innen-Raum
Der Film erzählt von Ashraf, Mne, Zoliswa und Arnold, ihrem
Leben in den Armenvierteln rund um Kapstadt, von
Zwangsräumungen und Wassersperrungen und bösen
Erinnerungen an die Zeit der Apartheid.
17.06.2010, 19.30 Uhr
Dein Block mein Kiez #3: Infoabend "no integration!" @ Hauptraum
Ein Kopftuch am falschen Ort oder zu viele Sprachen auf dem Schulhof erhitzen schnell deutsche Gemüter: Rasch soll die Sache wieder in Ordnung gebracht werden und es hagelt Aufrufe zur Integration. Integrationsbeiräte, Integrationsprogramme, Integrationsbeauftragte, Integrationskurse, Integrationsverträge. Welches Konzept steckt hinter dem harmlos erscheinenden Begriff der Integration?
In der Veranstaltung geht es um die Geschichte dieses Konzepts. Dabei spielt die vergessene Selbstorganisierung innerhalb der Betriebskämpfe und des Alltags von MigrantInnen in den 1960er/70er Jahren eine wesentliche Rolle. Der deutsche Staat reagierte damals mit Abschottung und ab Ende der 1970er Jahre mit dem Schlagwort der "Integration". Der Begriff täuscht bis heute ein Angebot vor, welches Rassismus unsichtbar macht und gleichzeitig organisiert. Hinter ihm verbirgt sich eine systematische Politik der Ausgrenzung. Eine Vorstellung aktueller Kämpfe mit der Einladung teilzuhaben und mitzureden.
Referentinnen:
Manuela Bojadijev war Gründungsmitglied von "Kanak Attak" und ist Autorin des Buchs "Die windige Internationale - Rassismus und Kämpfe der Migration".
Figen Izgin ist Mitbegründerin des migrantischen Vereins "Allmende e.V." und Teil der Plattform gegen Rassismus, die
sich 2009 als Reaktion auf die rassistischen Äußerungen von Sarrazin gegründet hat.
15.06.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Südafrika zu Zeiten der WM -
Befreiungskampf in der Verlängerungsphase. @ Hauptraum
Mit der WM rückt Südafrika in den Fokus der deutschen
Öffentlichkeit. Viele, die es lieber lassen sollten, werden
in den nächsten Wochen ihre Meinung zu den Verhältnissen
am Kap kundtun. Bei der Veranstaltung geht es um
Frage, wie das Land und seine umkämpfte Geschichte
wahrgenommen und repräsentiert werden und wie sich
die gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den letzten
Jahren verändert haben. Dies bezieht auf den Wandel
des Rassismus, neue soziale Spaltungslinien und die damit
verbundenen Kämpfe von unten.
Es referiert:
Romin Khan, Mitherausgeber von "Südafrika - Die
Grenzen der Befreiung", Assoziation A, Berlin
Die dramatische Rekonstruktion eines Spiels zwischen
dem ukrainischen Zwangsarbeiterteam "FC Start" und einer
deutschen Luftwaffen-Mannschaft zeigt zugleich das
Zusammenspiel von Fußball und Nationalsozialismus.
10.06.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Antisemitismus im ost)deutschen
Fussball - Tradition und Gegenwart @ Hauptraum
April 2010: Der Rote Stern Leipzig ist zu Gast im sächsischen
Mügeln. Am Rande grölen 50 Neonazis immer
wieder die Sprechchöre "Juden" und "ein Baum, ein Strick,
ein Judengenick". Als in der 80. Minute das berüchtigte UBahn-
Lied, in welchem die Hauptzeile lautet "Eine U-Bahn
bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz" gesungen
wird, bricht der Schiedsrichter das Spiel endlich ab.
Fragt man ostdeutsche Fußballfans, wieso sie solch
menschenverachtende Parolen singen oder zumindest
in ihrem Block dulden, erntet man Achselzucken oder
Ausreden. Zum Beispiel, dass dieser Slogan schon zu
DDR-Zeiten gerufen wurde, wenn der BFC Dynamo zu
Gast war oder Union Berlin, um diese zu provozieren.
Den Gegner als Juden zu bezeichnen gilt demnach in
einzelnen Fankreisen als die unterste Schublade der
gegenseitigen Beschimpfung im Fußballstadion. Ebenso
wie in der Gesellschaft. Doch wieso ist diese Art der antisemitischen
Provokation gerade im Osten Deutschlands
derart verbreitet?
In dem Vortrag werden jene historische Kontinuität des
Antisemitismus im ostdeutschen Fußball sowie seine Verwurzelung
in der Fanszene skizziert und analysiert.
Es referiert:
Michael Zantke, Student der Politikwissenschaft
Infoabend: Totalitarismus reloaded? - Neue deutsche Gedenk(stätten)politik @ Podest
Die staatliche Gedenkpolitik machte 1989/90 und 1998/99 zwei entscheidende Entwicklungsschritte. Mit den historischen Umbrüchen 1989/90 erlebte der Totalitarismusansatz eine Renaissance. Nach der als erfolgreich deklarierten "Aufarbeitung" des Nationalsozialismus liegt der Fokus seitdem auf einer "Aufarbeitung des SED-Unrechts". So existiert kein Äquivalent zur "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" mit den entsprechenden Förderungen für die Forschung oder die Arbeit von Opferverbänden.
NS-Forschung und die Intensivierung von KZ-Gedenkstättenarbeit werden nur noch als Nebeneffekt mitgefördert. Während die KZ-Gedenkstätten im Osten zu Orten "zweifacher Erinnerung" umstrukturiert und um Ausstellungen über die Geschichte sowjetischer Speziallager erweitert wurden, erfüllen Gedenkstätten in Westdeutschland eine andere Funktion. Das zeigt der Konflikt um die KZ-Gedenkstätte Neuengamme 2008 beispielhaft.
Trotz des Einspruchs mehrerer Überlebendenverbände hielt die Gedenkstättenleitung fast ein Jahr an dem Vorhaben fest, einen Bundeswehrsoldaten als Gedenkstättenpädagogen einzusetzen. KZ-Gedenkstätten sind besondere Lernorte für die Bundeswehr seit Joseph Fischer 1999 die Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien mit "Auschwitz" begründet hatte.
Film: Football Under Cover @ Nichtraucher_innen-Raum
Der Film zeigt wie zum ersten Mal in der Geschichte des
Iran die iranische Frauennationalmannschaft im eigenen
Land vor Zuschauerinnen spielt: ein Freundschaftsspiel
gegen eine Auswahl aus Berlin Kreuzberg.
Lesung: Schlotzen & Kloben Dieses mal wird es im Tristeza zombifiziös. Nicolaisen, Schmidt und Weinert schwanken in die frisch herausgeputzte Arena und schütteln vor dem Panoramafenster die müden Knochen, dass die Fetzen fliegen! Die "drei verschimmelten Tenöre der Fantastik" (Cosmopolitan) haben wieder jede Menge Brains im Gepräck und schrecken auch vor Schrotflinten nicht zurück. Nach Weinerts Fehlen letztes Mal nun auch wieder mit untoten Chören und extraviel Arrrgh. Durch die vernagelten Fenster kann man ab 20 Uhr brechen; die Erfahrung zeigt allerdings, dass
die S&K-Leserschaft mit steifen Beinen und vorgereckten Armen sowieso ganz nach Belieben reinschneit, weil zwischendurch ja immer mal wieder Teile verloren gehen können.
30.05.2010, 20.00 Uhr
Horrorfilme - Auf Zelluloid gebannte Alpträume #5 @ Nichtraucher_innen-Raum
Besessen von Dämonen - Der Exorzist (1973) & Tanz der Teufel (1981)
Ein junges Mädchen, anscheinend besessen von einem Dämon, stellt den Glauben und das Können zweier Priester auf die Probe. Übernatürliche Dinge geschehen, anscheinend hat der Teufel höchst-persönlich Besitz von der 12-jährigen Regan ergriffen... Acht Jahre später findet Ash mit ein paar Freunden im Keller einer alten Blockhütte ein geheimnisvolles Buch. Dummerweise beschwört er damit Dämonen, die fortan Besitz seiner Freunde ergreifen und ihm nach dem Leben trachten. William Friedkin und Sam Raimi schufen 1973 und 1981 zwei recht unterschiedliche Filme, ist Ersterer ein ernster, bitterböser Horror-Thriller so scheinen in Letzterem hin und wieder subtile Anflüge von Humor durch.
Der Exorzist im engl. O-Ton mit deut. UT - Tanz der Teufel im engl. O-Ton ohne UT
30.05.2010, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch gegen rassistische Polizeigewalt Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) lädt ein zu Information und Austausch beim solidarischen Kaffeeklatsch. Neben Kaffee und Klatsch wird es leckere (auch vegane) Kuchen geben.
Zusätzlich wird der Film "Nix passiert" gezeigt. (Medienprojekt Wuppertal 2005, 30 Min.)
′Nix passiert′ ist eine persönliche Reportage über rassistische Polizeigewalt in Wuppertal. Abraham, ein Wuppertaler afrikanischer Herkunft, wird auf dem Nachhauseweg am Karlsplatz grundlos festgenommen. Bei der Festnahme wird er von Polizisten gefesselt, beleidigt und später auf der Polizeiwache verprügelt und getreten. Die Untersuchung des Vorfalls auf seine Anzeige hin läuft ins Leere.
KOP unterstützt seit 2002 gemeinsam mit den Beratungsstellen ADB eV, EA und ReachOut sowie Netzwerke Selbsthilfe eV die Betroffenen in ihrem Kampf gegen das ihnen widerfahrende Unrecht und setzt sich für die öffentliche Wahrnehmung des Themas ein. KOP vermittelt Beratung, psychologische Hilfe und rechtsanwaltschaftlichen Beistand. Gerichtskosten können durch den von KOP gegründeten Rechtshiflefond mit übernommen und jeder Fall auf der KOP-Webpage dokumentiert werden.
28.05.2010, 21.00 Uhr
Konzert: Ballonorchester @ Hauptraum
Das Ballonorchester spielt Musik aus den Hinterhöfen dieser Welt! Zwischen Schmalz und Schunkel, Wehmut und Wermuth, Freud und Leid, Leidenschaft und Raserei. Das Repertoire reicht von finnischem Tango, türkischem Walzer, mazedonischen Liebesliedern und bessarabischen Tänzen zu Klezmerska und Epen mit längstvergessenen Melodien. Hier gibt es sie, die grenzenlose Hingabe zur Musik und den Liedern, die das Herz bluten oder höher schlagen lassen.
Gegründet im Jahre 2007 von Mitgliedern der legendären Berliner Bands wie Apparatschik, 17 Hippies, The Planets, Grand Orchester Jaques Chabraque und April machen sich die Musiker mit Akkordeon, Geige, Gitarre und Gesang, E-Bass, Kleinpercussion, Saxophon, Nasenflöte und zeitweilig auch mit Gastmusikern auf den Weg. Wohin? Wer weiss das schon?
25.05.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Deutsche in friedlichen Zeiten - Die Anatomie neudeutscher Normalität @ Podest
Die Ansammlungen der Deutschen werden zunehmend revolutionär: antikapitalistischer, antifaschistischer, aufrührerischer. Auch der Umgang mit den Anderen scheint "zivile" - sagen wir - normale Züge anzunehmen. Das Verbrennen von Flüchtlingsunterkünften, türkischen Familien und Vergleichbarem, soll Gerüchten zufolge, inzwischen endgültig passe sein. Also doch Deutschland normal? Ist es nicht so, dass es zwar normal hässlich, aber gerade darin "wie die anderen Nationen" auch ist, dass es endlich in die gleiche Kerbe - wie die anderen Europäer - haut? Und dank der - trotz saisonbedingter Schwankungen - stabil bleibenden Ergiebigkeit (jährlich über 20.000) - rassistischen und antisemitischen Angriffe, blüht das Antirassismus- Geschäft nach wie vor.
Das traditionsverbundene deutsche Expertentum erschließt neue Gebiete und neue Marktsegmente, noch attraktivere, noch förderungsfähigere. Jedem seinen "Kanaken", jeder seine Minderheit. Ein Entrinnen daraus wird zunehmend schwieriger. Um die Anatomie dieser neudeutschen Normalität handelt sich dieser Beitrag.
Horrorfilme - Auf Zelluloid gebannte Alpträume #4 @ Nichtraucher_innen-Raum
Terrorfilme - The Texas Chainsaw Massacre (1974) & Calvaire (2004)
Im Terrorfilm sind es die Menschen, von denen eine unberechenbare Gefahr ausgeht. Tobe Hooper lässt 1974 fünf Teenager in die Fänge einer arbeitslosen Schlachterfamilie geraten. Stellt erst nur der Masken tragende Sohn eine Gefahr dar, entpuppt sich nach und nach die gesamte Familie als gestört. Die junge Sally wird zum Abendessen "geladen"... Genau dreißig Jahre später hat der Schlager-Sänger Marc mit seinem Tourbus eine Panne, inmitten der belgischen Provinz. Regisseur Fabrice Du Welz kreierte einen verstörenden Film über degenerierte Dorfbewohner, die ohne Frauen, dafür mit ihren Schweinen leben und für die Marc eine längst aufgegebene Hoffnung darstellt.
Texas Chainsaw Massacre wahlweise deut. oder engl. Ton - Calvaire im franz. O-Ton mit engl. UT
16.05.2010, 20.00 Uhr
Horrorfilme - Auf Zelluloid gebannte Alpträume #3 @ Nichtraucher_innen-Raum
Japan-Horror -Pulse (2001) & Ju-On (2003)
Ein junger Mann stößt zufällig auf eine mysteriöse Website. Der dort dargestellte Horror beginnt nach und nach realer zu werden und auf die gesamte Gesellschaft überzugreifen. Menschen verlieren den Bezug zur Realität und werden Teil einer verstörenden, digitalen Welt. Kiyoshi Kurosawa mischte 2001 gekonnt Elemente des J-Horrors mit ungeschönten Darstellungen einer stark entfremdeten Gesellschaft. Zwei Jahre später drehte Takashi Shimizu ein Kino-Remake zu seinem gleichnamigen, erfolgreichen TV-Film. Darin stößt eine Sozialarbeiterin bei einem Routinebesuch auf ein verwahrlostes Kind. Die ebenfalls anwesende, stark apathische Großmutter scheint wie ein Warnung vor einer düsteren Vergangenheit, die noch immer nicht abgeschlossen ist.
Pulse im jap. O-Ton mit engl. UT - Ju-On im jap. O-Ton mit engl. UT
Horrorfilme - Auf Zelluloid gebannte Alpträume #2 @ Nichtraucher_innen-Raum
Haunted Houses - Suspiria (1977) & The Abandoned (2006)
Gotische Architektur, rauschartige Farben und Töne, sadistische Lehrerinnen und mysteriöse Morde. Eine alte Ballettschule in München wird für die junge Suzy zum Alptraum ihres Lebens. Dario Argento schuf 1977 einen berauschenden Alptraum, der mit tiefsten Urängsten spielt. 29 Jahre später stellte Nacho Cerda seinen ersten Langfilm fertig: Eine amerikanische Filmproduzentin sucht in Russland, im verlassenen Haus ihrer Eltern, nach ihren Wurzeln, nach Antworten auf Fragen ihrer Vergangenheit. Sehr bald muss sie erkennen, dass sie dabei nicht allein ist und die Taten ihrer Eltern weitaus mehr Spuren hinterlassen haben, als sie vermutete.
Suspiria wahlweise deut. oder engl. Ton - The Abandoned im engl. O-Ton mit deut. UT
06.05.2010, 20.00 Uhr
Lesung: Schlotzen & Kloben live @ Nichtraucher_innen-Raum
Nachdem das Autorenkombinat im April endlich dem Eispalast entkommen ist, die Werwölfe angeleint und Alraunen in Naturschutzhaft genommen hat, stellt sich am 6. Mai die Frage: Was gibt es Neues aus der WG? Bekommen wir endlich etwas vom Hartz-IV-Magier auf Alkoholentzug zu hören? Gibt es erste Einblicke ins Selbstmordparadies auf dem Planeten Wendelschweif? Oder nur wieder Hausaufgaben?
Da Herr Weinert letztere nicht gemacht hat und daher – sämtlichen Aschewolken trotzend – die Flucht nach Tel Aviv ergriffen hat, wird Markolf Hoffmann das Autorenkombinat unterstützen. Aber es bleibt dabei: Immer noch besser als deine Hörspielkassette!
Horrorfilme - Auf Zelluloid gebannte Alpträume #1 @ Nichtraucher_innen-Raum
Slasherfilme - Halloween (1978) & Nightmare On Elm Street (1984)
John Carpenter und Wes Craven schufen 1978 und 1984 zwei unsterbliche Klassiker des Slashergenres. Der sechsjährige Michael Myers ermordete einst an Halloween seine Schwester. Fünfzehn Jahre später entkommt er aus dem Sanatorium und kehrt zurück nach Haddonfield. Freddy Krueger dagegen, eine stark vernarbte Gestalt mit Messerklingen an den Fingern, erscheint in den Alpträumen einiger Teenager. Gewillt dem immer realer werdenden Spuk ein Ende zu setzen, stellen sie Nachforschungen an und stoßen auf ein von ihren Eltern verdrängtes Geheimnis.
Halloween im engl. O-Ton ohne UT - Nightmare im engl. O-Ton mit engl. UT
29.04.2010, 19.30 Uhr
Veranstaltung zur sozialen Krise in Griechenland @ Podest
Offene Rechnungen
Dezember 2008. Die polizeilichen Schüsse, die das Leben eines 15-Jährigen abrupt beenden, treiben in ganz Griechenland SchülerInnen, Studierende, MigrantInnen und Prekarisierte auf die Straße. Straßenkämpfe und Plünderungen, aber auch Besetzungen öffentlicher Räume sowie Versammlungen prägten wochenlang den Alltag überall im Lande. Die Wut galt einem immer mehr "entwerteten, überwachten und entfremdeten Leben".
Frühling 2010. Der griechische Staat steht praktisch vor der Pleite. Drastische Einschnitte in die Existenzmittel der Lohnabhängigen treffen auf eine reformunwillige Bevölkerung. Nun bewegt sich der in Lohn und Brot stehende Teil des Proletariats und nimmt an Demos und Streiks teil.
Genossen aus Griechenland werden darüber berichten, was die letztgenannten Kämpfe mit den ersteren verbindet und wodurch sie sich unterscheiden. Was ist an der Lage spezifisch griechisch und welcher Zusammenhang besteht zur Lage in der BRD und sonstwo auf der Welt? Das widerspenstige Verhalten von Teilen der griechischen Bevölkerung steht in krassem Widerspruch zu der Passivität, mit der hierzulande jede Verschlechterung, in dem Glauben "noch Schlimmeres" abgewendet zu haben, hingenommen wird.
Im Fall Griechenland wird nicht nur der Klassencharakter der Krisenbewältigung deutlich, sondern auch die verschärfte Staatenkonkurrenz, die sich in nationalistischer Stimmungsmache niederschlägt.Der Bruch mit diesen Ideologien ist erste Voraussetzung für jeden Widerstand der Lohnabhängigen in der gegenwärtigen Situation.
Mit Aktivistinnen der antiautoritären, kommunistischen Gruppe TPTG (Ta paidia tis galarias, Die Kinder der Galerie) aus Athen.
Infoabend: Zurück aus der Zukunft - Analyse (zivil-)gesellschaftlicher Mobilisierung @ Podest
Bei der Analyse aktueller gesellschaftlicher Mobilisierung in Deutschland herrscht innerhalb der Linken Uneinigkeit. Während die einen von der Dominanz eines zivilgesellschaftlichen Diskurses ausgehen, beschreiben andere die postnazistischen Realitäten mit dem Terminus der "Volksgemeinschaft". Dies vernachlässigt jedoch das wohl wesentlichste Element der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft", die korporatistische Aussöhnung von gesellschaftlichen Konflikten. Der deutsche Nationalismus ist zwar immer auf den Gemeinschaftskörper fixiert, die Verwendung des Begriffs "Volksgemeinschaft" erscheint jedoch erst dann adäquat, wenn sich diese tatsächlich etabliert hat. Unter Rot-Grün gelang es, einen modernisierten Nationalismus anzubieten, alte auf Volk und Abstammung basierende Variablen wurden von Integrationsversprechen abgelöst, die das individuelle bürgergesellschaftliche Engagement betonen. Letztlich bedarf es jedoch immer wieder eines institutionellen und ideologischen Anstoßes durch die Regierung und zivilgesellschaftliche Akteure werden nicht die Hand beißen, die sie füttert. Noch heute gibt es viele Linke, die sich von der Zivilgesellschaft eine Menge erhoffen. Die Frage ist, ob zivilgesellschaftliche Befriedung nicht sozialen Konflikten und Aufklärungsprozessen zuwiderläuft. Sie muss zudem im Kontext kapitalistischer Verwertungslogik betrachtet werden, die einer propagierten Autonomie entgegensteht. Insofern stellt sich die Frage, ob sich hinter dem modernisierten Nationalismus nicht nur ein Mittel zur Durchsetzung von Herrschaft verbirgt und inwiefern sich so überhaupt Raum für emanzipatorische Gesellschaftskritik etablieren lässt.
Sleepless in Seattle - Filmreihe im April @ Nichtraucher_innen-Raum
Quiet is the New Loud
Die letzten Filme der Reihe zeigen uns die Weiten und die Inseln des Bundesstaates Washington. Zunächst eine ruhige, unaufdringliche und wunderschöne Dokumentation über Kurt Cobain. Das Großartige an diesem Film ist sein Anti-Hype um den Sänger von Nirvana, denn er ist so gut wie nicht zu sehen. Zu langsamen Filmaufnahmen hören wir lediglich eines seiner letzten Interviews und begeben uns dabei auf eine Reise durch die Provinz nach Olympia und auch Seattle.
Die Verfilmung von David Gutersons Buch "Schnee, der auf Zedern fällt", welches auf den Inseln vor Washington spielt, beginnt ebenso leise. Der Hauptstrang der Geschichte spielt im Winter und der viele Schnee scheint die Geräusche zu schlucken.
Während eines Gerichtsprozesses Mitte der 1950er Jahre entfalten sich zunehmend immer mehr persönliche und politische Dramen. Der Journalist Ishmael begegnet im Gerichtssaal seiner ersten Liebe Hatsue wieder, die mit ihrer Familie nach den Angriffen auf Pearl Habor in Internierungslager abtransportiert wurde. Sie ist nun die Ehefrau des angeklagten Kabuo, der den Fischer Carl ermordet haben soll und im Gerichtssaal erneut mit dem offenen Rassismus der weißen Inselbewohner_innen konfrontiert wird.
18.04.2010, 20.00 Uhr
Sleepless in Seattle - Filmreihe im April @ Nichtraucher_innen-Raum
"This is what Democracy looks like!"
Die Politik der 1995 gegründeten Welthandelsorganisation (WTO) steht beispielhaft für die Prinzipien und Folgen der Globalisierung - Schutz des unbegrenzten Kapitalflusses, Intransparenz oder Umweltzerstörung. Das Treffen der WTO 1999 in Seattle und der Verlauf der Proteste samt ihrer Folgen sollten prägend sein für die weltweite globalisierungskritische Bewegung. In den Texten US-amerikanischer Aktivist_innen ist z.B. zu lesen: "Der Kampf von Seattle markiert einen Wendepunkt in der Politik der Globalisierung. Er stellt das Aufkommen einer weltweiten Bewegung dar, mit dem Versuch, die Grenzen des globalen Kapitals zu bestimmen. Die Straße von Seattle liefert dieser Bewegung weitreichende Möglichkeiten - wenn sie die Schlaglöcher auf der Straße vermeiden kann." Die Dokumentation "Trade Off" von Shaya Mercer wirft einen eindrücklichen Blick auf die fünf Tage des Protests und die beteiligten Menschen, der jedoch verständlicherweise etwas selektiv und recht pathetisch erscheint.
Der Film "Battle in Seattle", der ironischerweise das "Seattle International Film Festival" von 2008 eröffnete, basiert zu einem großen Teil auf dieser Dokumentation, erweitert um spielfilmtypische Nebenhandlungen, die das Geschehen von wirklich allen Seiten beleuchten sollen.
13.04.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Irrsinn der Normalität - Nation, "deutsche" Geschlechter und Sport @ Podest
Vier Jahre ist es nunmehr her,dass die euphorisierte deutsche Nation fahnenschwenkend und mit allerlei schwarz-rot-goldenen Accessoires ausgestattet in die Fußballstadien und auf die öffentliche Plätze stürmte, um ihre Elf Weltmeister werden zu sehen. Was sie in den Stadien und auf den Plätzen fand, war nicht der Titel, sondern sie fand sich selbst.
Das Bekenntnis zur Nation ist damals zur Normalität geworden - und damit auch ein mehr oder weniger neuer deutscher Nationalismus. Die WM stellt nicht zuletzt den Kulminationspunkt eines langen Prozesses der Umwidmung der Bonner zur Berliner Republik dar. Anschließend wurde u.a. festgestellt, dass sich viel mehr Frauen für die WM interessiert und als Fans teilgenommen haben als es im normalen Fußball-Alltag üblich ist. Die Eintrittskarte war das Bekenntnis zur Nation.
So lässt sich an dieser Stelle fragen wie das Verhältnis von Nation und Geschlecht zu fassen ist? Welche zentralen Leitbilder der "deutschen Geschlechter" haben sich zum Zeitpunkt der Nationenbildung entwickelt? Was hat sich daran verändert? Und welche Rolle spielt dabei der Sport/Fußball?
Diesen Fragen gehen die Berliner Autorin Felicita Reuschling ("Deutsche Geschlechter") und Benjamin Fuchs von der Frankfurter "Projektgruppe Nationalismuskritik", die das Buch "Irrsinn der Normalität. Aspekte der Reartikulation des deutschen Nationalismus" herausgegeben hat,nach. Des weiteren erzählt Gerd Dembowski (Berlin) satirische Anekdoten zur EM 2008.
Sleepless in Seattle - Filmreihe im April @ Nichtraucher_innen-Raum
Stumptown Travelers
Stumptown ist einer der vielen Spitznamen der Stadt Portland, die auf den Stümpfen abgeholzter Bäume erbaut wurde. Beide Filme des Abends spielen sowohl in Seattle als auch in Portland.
XXX wirkt zunächst sehr leise und wortkarg. Doch es passiert sehr viel, während Nick nachts alleine durch Seattle und Portland streift und seine Meinung per Graffiti kundtut. Dabei trifft er auf Jesse, ist für kurze Zeit nicht mehr alleine und beginnt sich auf seine Zuneigung einzulassen... Gus Van Sant, der "Spezialist für Filme über unangepasste Jugendliche und junge Erwachsene", zeigt uns im Roadmovie XXX die Freundschaft zwischen Mike und Scott, die sich als Sexworker ihr Geld auf den Straßen von Portland verdienen. Während Scott versucht gegen seine gutbürgerliche Herkunft zu rebellieren, sucht Mike nach seiner Mutter, die er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Die beiden machen sich auf den Weg, um sie zu finden und ihre Reise führt Scott und Mike über Idaho bis nach Italien.
Mehr Infos in der Tristeza...
04.04.2010, 20.00 Uhr
Sleepless in Seattle - Filmreihe im April @ Nichtraucher_innen-Raum
"What is it, Asshole Day?"
Zu Beginn unserer Reihe zeigen wir euch zwei Hetero-Beziehungskomödien. XXX ist eine der besten Highschool-Komödien: Die schlagfertige Kat mit angedeuteter feministischer Grundeinstellung zelebriert ihre Eigenständigkeit - andere nennen es Außenseiter_innentum - während ihre Schwester Bianca die hohlköpfige Schulhofschönheit mimt. Da die Vorlage des Films Shakespeares Stück "Der Widerspenstigen Zähmung" ist, läßt sich vielleicht schon erahnen, welche Dramen und Zweierbeziehungsabgründe uns erwarten.
Ähnlich könnte die Einschätzung des Films XXX lauten in welchem fünf Mitzwanziger in Seattle nach Liebe suchen und Beziehungschaos finden. Der Streifen gilt als eines der gelungensten Porträts der Jugend in den 1990ern und diente als Vorlage für die Fernsehserie "Friends".
Das wirklich Tolle an beiden Filmen ist, wie viel wir nebenbei von Seattle zu sehen bekommen - den Pike Place Market, den Fremont Troll, Capitol Hill, den Lake Union oder auch den Gas Works Park.
Jan Vondracek, der Sänger von Planet Ersag lebte fünf Jahre seiner erbärmlichen Existenz, auf dem, etwa 10 Parsec entfernten Planeten. Nun ist er wieder zurückgekehrt und verfasste neben seinen Erzählungen über das Leben auf diesem Planeten, viele poetischen Gedichte und Lieder. Als er sich nach Darmstadt begab, um dort die Kunde des Meister Toki und der anderen Wesen, am Institut für Geschichte zu verbreiten gründete er zusammen mit Dennis Jakobi und Matthias Georgi die Tanzgruppe Planet Ersag.
Auf unnachahmliche Art und Weiße werden Geschehnisse des Alltags beschrieben, es verbindet sich Realität mit Imaginärem, ohne jedoch die Bodenhaftung zu verlieren. Die Liebeserklärungen entfalten eine unkonventionelle romantische Aura, herbeigeführt durch die ein oder andere ironische Pointe, aber auch durch ergreifend ehrliche Passagen. Bildhafte, von tiefer Melancholie und betrunkener Lebensfreude geprägte Texte.
Planet Ersag schlagen gekonnt eine Brücke vom sogenannten "Old-School-Punk" zur heute populären Indie-Musik und lassen dabei einen ausgefallenen Mix aus purer Energie und romantischer Unbekümmertheit entstehen, der vor allem ihre Konzerte zu einmaligen Erlebnissen macht.
Lesung: Schlotzen & Kloben live @ Nichtraucher_innen-Raum
Die Herren Nicolaisen, Schmidt und Weinert lesen über Raumanzüge und Räuberpistolen, über pelzohrige Prinzessinnen, malade Medusen und
allerlei Fortschritts-Fieberfantasien - jeden Monat live und besser als deine Hörspielkassette.
Letzten Monat haben wir voreilig Eispaläste und Feen angekündigt und sind dann stattdessen mit Drachen und Körpertherapeutinnen im Gepäck aufgeschlagen. Diesmal machen wir die märchenhaften Versprechen wahr und legen noch Alraunen und vielleicht sogar den einen oder anderen Zombie drauf. Außerdem werden ganz neue Medientechniken erprobt - mehr dazu demnächst auf unserem Blog, und mehr Vorgelesenes am 1. April in der Tristeza.
Zum "Super-Gedenkjahr" 2009 anlässlich 60 Jahre BRD und 20
Jahre Mauerfall zog ein rosa Häschen aus, um gegen die deutsche
Selbstbeweihräucherung anzustinken. Es war dort zu sehen,
wo Deutschland versuchte, sich als Nation zu präsentieren
- Pink Rabbit kam unter anderem zur Premiere vom Stauffenberg-
Film Walküre, störte den Bund der Vertriebenen, verlieh der
taz das Ehrenkreuz in Plüsch und machte sich über die Inszenierung
der Varusschlacht lustig. Die Kampagne der Naturfreundejugend
Berlin sorgte also für allerlei Aufregung. Ganz nebenbei
entstand auch eine Broschüre, die die antinationale Position des
Pink Rabbit zusammenfasst. Sie grenzt sich dabei gegen einen
einseitigen, ahistorischen, auf Kapitalismuskritik verengten Antinationalismus
ab: Das Pink Rabbit begreift Nation als herrschaftliches
Konstrukt, das historisch mit der Entstehung des Kapitalismus
und der kolonialen Weltordnung zusammenhängt, eine
Abgrenzung nach außen und eine Homogenisierung nach innen
herstellt und sich aktuell in konkreten Praxen wie bspw. den nationalen
Wendefeierlichkeiten zu legitimieren versucht. Dabei
sind moderner Antisemitismus, Rassismus und Geschlechterverhältnisse
weitere zentrale Topoi für die Kritik des Hasen.
Die Veranstaltung wird die Inhalte der Broschüre vorstellen und
einen ersten Einblick in einen historisch situierten Antinationalismus
a la Pink Rabbit geben.
Die "Künstlerin aus Paris" ist zu zweit. Zwei Musikerinnen wie aus der Zeit gefallen. In Ringel-Overall und mit Pierrot-Lippen spielen sie Chansons, die noch nicht vom Rock′n′Roll belästigt wurden. Moritaten, Frivolitäten, Hinterhof-Romantisches von Claire Waldorff bis Hans Albers. Mit Gitarre, Glockenspiel, Akkordeon, zweistimmigem Gesang und viel Wirbel und großem Hallo schicken sie Schnauze, Herz und Selbstbestimmung auf große Fahrt über den Teich, wo die echten Kerls wohnen.
Im Anschluss bohemischer Lebensgenuss mit diversen Soli-Spielereien für den Neuköllner Fonds gegen Nazi-Angriffe.
Solidarischer Kaffeeklatsch gegen Polizeigewalt Cakes Against Cop Violence - Die Kampagne für Opfer rassistischer
Polizeigewalt lädt ein zu Information und Austausch beim solidarischen
Kaffeeklatsch.
KOP ünterstützt seit 2002 gemeinsam mit den Beratungsstellen ADB eV, EA
und ReachOut sowie Netzwerke Selbsthilfe eV die Betroffenen in ihrem
Kampf gegen das ihnen widerfahrende Unrecht und setzt sich für die
öffentliche Wahrnehmung des Themas ein. KOP vermittelt Beratung,
psychologische Hilfe und rechtsanwaltschaftlichen Beistand.
Gerichtskosten können durch den von KOP gegründeten Rechtshilfefonds mit
übernommen und jeder Fall auf unserer Webpage dokumentiert werden.
KOP fordert: die Abschaffung der verdachts- und anlassunabhängigen
Kontrollen; die transparente und lückenlose Dokumentation der
Verdachtsgründe polizeilichen Handelns; die individuelle
Konnzeichnungspflicht; eine effektive und unabhängige Kontrolle
polizeilicher Praxis.
KOP wehrt sich außerdem gegen das polizeiliche System von racial
profiling, Misshandlung, Vertuschung und Verfahrensverschleppung.
07.03.2010, 20.00 Uhr
Film zu Queerfeminismus und Ökonomiekritik @ Nichtraucher_innen-Raum
Mit einem Lächeln auf den Lippen. Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vors Arbeitsgericht (Deutsch/Spanisch mit englischen Untertiteln)
Von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Nadja Damm und Monica Orjeda.
"Ich dachte, ohne Papiere hätte ich keine Chance. Als sie mir sagten, dass ich auch ohne Papiere mein Recht einfordern kann, war das für mich ganz neu.
Ich dachte immer, ohne Papiere geht gar nichts. Anfangs war ich sehr nervös. Jetzt nicht mehr, ich bin viel mutiger geworden. Jetzt sage ich, ich verlange nur, was mir gehört. Ich erwarte nicht, dass mir jemand etwas schenkt. Ich verlange nur, was mir zusteht. Es ist der Lohn für meine Arbeit, die ich bereits geleistet habe." (Ana S.)
Ana S. beschließt nach 3 Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will - obgleich sie als "illegal" gilt, weil sie keinen offiziellen Aufenthaltstitel hat.
Trotz aller Schwierigkeiten zeigt dieser Fall, dass es sich lohnt, sich zu wehren. Er zeigt auch, dass dringend Unterstützungsstrukturen geschaffen werden müssen, die es auch anderen Illegalisierten möglich machen, für ihre Rechte zu kämpfen. Dass verschiedene anti-rassistische Gruppen, Initiativen und Organisationen in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft in Hamburg den Fall gemeinsam unterstützt haben, und sie zudem eine reguläre arbeitsrechtliche Anlaufstelle für undokumentierte Arbeiter/innen aufgebaut haben, ist ein ermutigender Anfang.
Die Regisseurin wird anwesend sein und im Anschluß für Diskussionen zur Verfügung stehen.
Maggots and Men, an experimental historical narrative set in post-revolutionary Russia, re-tells the story of the 1921 uprising of the Kronstadt sailors with a subtext of gender anarchy. A thoughtful homage to Soviet silent era directors and artists of the Russian avant-garde, the film explores themes of re-invention, revolution, community, and corruption.
The Kronstadt sailors had a long tradition as radicals and courageous fighters, beginning with the failed revolution of 1905 (the subject of Battleship Potemkin). Maggots and Men recounts some of the tragic and heroic events that occurred in March of 1921, when the Kronstadt sailors drafted a resolution that supported the factory workers on strike in nearby St. Petersburg. The Kronstadt sailors" resolution unleashed a chain of events that culminated in a two-week long battle, which after heavy losses on both sides, ended with victory for the Bolsheviks.
Revolutionary Committee as they transform, from cohesive to chaotic, as tensions rise in the weeks before battle. Scenes include the strikes in Saint Petersburg, community gardens on the island, life at the base during peacetime, the sailors presenting their resolution to an unwelcoming congress, and the two-week standoff between the sailors and the Red Army. Acknowledging a long tradition of homosexuality amongst sailors, the film has provocative sex scenes that evolve organically out of teamwork in close quarters. Maggots and Men is set in the all male environment of a Russian naval base, but cast with actors from a range of masculine gender expressions, resulting in a film that redefines male, challenges the binary gender construct, and intentionally creates confusion.
Maggots and Men positions the struggle for gender equality within a larger struggle for peace and justice. The unique intersection of subject matter brings together both transgender and queer communities as well as audiences members attracted to the political and historical content of the film creating opportunities for cross-community dialogue.
Abortion Democracy (English/Polish with English Subtitles)
by Sarah Diehl
This documentary feature explores and contrasts changes in Poland and South Africa regarding abortion laws and
their impact on the lives of women. In the 90′s, Poland banned abortion due to the increasing influence of the
Catholic Church after the fall of communism; around the same time South Africa legalized it, reforming the health
system after the fall of apartheid.
The film reveals how the legal status of women is a direct result of the silencing or empowering of women′s voices. In the Polish society and media, women′s perspectives were made invisible; in South Africa, on the other hand,
they were invited to give public hearings in the parliament about problems in the realm of reproduction.
The film aims to emphasize the need for safe abortions and liberal abortion laws. It also, however, illustrates the
paradox that the implementation of such laws may have little effect on the accessibility of abortion services. In
Poland, for example, illegal abortions are quite available and relatively safe; in South Africa, where the law is very
liberal, women have a harder time getting information and services in public hospitals due to judgemental
behavior of the health staff. Only a change in the fundamental social and cultural attitudes towards abortion,
contraception, and reproductive health can ensure a woman′s right to choose in a world where about 80.000
women die every year from unsafe abortions.
Abortion Democracy lets its subjects speak for themselves. Interviews include personal stories from activists,
researchers, health staff, patients and other men and women who live with the problems every day. It is a thought
provoking and challenging film for any audience interested in the international struggle for human rights.
Lesung: Schlotzen & Kloben live @ Nichtraucher_innen-Raum
Die Herren Nicolaisen, Schmidt und Weinert lesen über Raumanzüge und Räuberpistolen, über pelzohrige Prinzessinnen, malade Medusen und
allerlei Fortschritts-Fieberfantasien - jeden Monat live und besser als deine Hörspielkassette.
03.03.2010, 20.00 Uhr
YEAH! Kneipenquiz No.6 @ überall
Wir möchten Teil einer Jugendbewegung sein! Dieset Mal wird unser Kneipenquiz das Action-Event des Jahres!!! Thema: Jugendkulturen. Seid pünktlich, kommt in Teams! Hauptgewinn ist wie immer eine Flasche Hausschnaps!
Und: Wer in Jugendkultur kommt, kriegt vielleicht Extra-Punkte!
Zum Warmwerden:
1) Welche Jugendkultur fühlt sich am meisten dem Proletariat verpflichtet?
2) Welches Symbol nutz(t)en Hippies als auch Technot_innen sehr gerne?
3) Wie hießen die Breakdancer_innen in offizieller DDR-Sprache?
4) Schminkt eine Person aus Eurem Team im Gothic-Style!
5) Alle Punks klauen den Hippies jetzt ihre Peace-Zeichen!
28.02.2010, 20.15 Uhr
Tatort war gestern.
Krimi-Filmreihe, Part 4 @ Nichtraucher_innen-Raum
Zum Abschluss begeben wir uns in das Whodunit-Genre, also zu solchen Filmen, in denen die allmähliche Enttarnung der Schuldigen im Mittelpunkt steht und die hervorragend zum Mitraten einladen. Miss Marple nimmt den Zug und wird in ihm Zeugin eines Mordes. Die Polizei glaubt ihr natürlich nicht und so muß Miss Marple auf eigene Faust die Ermittlungen aufnehmen. Kult-Krimi mit der grandiosen Margaret Rutherford, der genauso altmodisch wie sympathisch und amüsant ist.
Ein Millionär serviert den fünf größten lebenden Detektivlegenden quasi sich selbst als "Leiche XXX". Und alle wissen: irgendwer unter ihnen muss es ja gewesen sein. Gespickt mit Stars ist dieser Film eine Parodie auf bekannte Romanhelden und deren Macken, versehen mit heftigen Seitenhieben auf billige Krimis. Ein mit Spaß am Spinnen erdachtes und Spaß am Spielen gedrehtes Werk, das dem Publikum vor allem eines abverlangt: das alles bloß nicht zu ernst zu nehmen!
Pflegt man in der Wirtschaftskrise dem Finanzkapital die Schuld an der Misere zu geben, so ist die Trennung von "raffendem" und "schaffenden" Kapital nicht weit. Warum schon dieser Verfolgungswahn eine für den Antisemitismus charakteristische pathische Projektion ist, soll hier ebenso aufgezeigt werden, wie danach gefragt werden soll, warum verkürzte Kapitalismuskritik, Antizionismus und Antiamerikanismus zu einem "neuen Antisemitismus" geführt haben, bei dem sich rechtsextreme, linke und islamistische Parolen plötzlich aufs Haar gleichen.
Referentin: Ljiljana Radonic
Veranstaltet von EAG (Emanzipative & Antifaschistische Gruppe) und Gruppe Disparat im Rahmen der Veranstaltungsreihe Antisemitismus und Krise
21.02.2010, 20.15 Uhr
Tatort war gestern.
Krimi-Filmreihe, Part 3 @ Nichtraucher_innen-Raum
Am dritten Abend unserer Krimi-Reihe stehen die Bullen im Mittelpunkt. Die beiden verdeckten Ermittler Popeye und Cloudy legen sich mit der heroin-schmuggelnden XXX an - und das auf eine Art und Weise, die zeigt, wie dünn die Trennlinie zwischen Polizei und Gewaltverbrechern ist. Ein packender, authentischer Film, ohne Heldenverehrung und Verklärung, der so neue Maßstäbe im Krimigenre setzte und bis heute zu den besten seines Faches zählt.
In XXX ermitteln drei total unterschiedliche Cops in einem Fall, der am Anfang sehr klar erscheint. Doch erst sehr spät erkennen sie: trotz der Abscheu, die sie gegeneinander hegen, müssen sie zusammenarbeiten, um in einem Sumpf aus Drogen und Mord zu überleben. Ein mitreißendes Portrait des brutalen, rassistischen sowie korrupten Los Angeles der 50er; dazu ein komplexer Plot, der nie verwirrend wird; filmisch perfekt und in einem Stil, der seinen Vorbildern des Film noir mehr als gerecht wird. Einer der besten Filme der Neunziger!
Mehr Infos in der Tristeza...
14.02.2010, 20.15 Uhr
Tatort war gestern.
Krimi-Filmreihe, Part 2 @ Nichtraucher_innen-Raum
Am zweiten Sonntag zeigen wir zwei Vertreter der so genannten Heist-Movies: In diesem Subgenre stehen stets die Planung und Durchführung eines "ganz großen Dings" im Mittelpunkt. In XXX ist dies der Einbruch in ein Juweliergeschäft. Der sehr durchdachte sowie elegant inszenierte Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte und vor allem die halbstündige Einbruchsszene, die komplett ohne Dialog und Musik auskommt, gilt heute als cineastische Meisterwerk.
XXX haben ihren großen Coup schon hinter sich und offensichtlich alles ganz schön vergeigt: ein explodiertes Schiff, einige Tote und viele Fragezeichen stehen am Anfang des Films. Kevin Spacey als einziger Überlebender erzählt den Ermittlern und damit dem Publikum wie es zu dem Fiasko kam... oder so ungefähr. Ein Film, der mit seiner virtuos erzählten Geschichte zum Mitraten einlädt und Wahrheit als etwas höchst Subjektives erscheinen läßt.
Mehr Infos in der Tristeza...
07.02.2010, 20.15 Uhr
Tatort war gestern.
Krimi-Filmreihe, Part 1 @ Nichtraucher_innen-Raum
An diesem Sonntag gibt es zwei Gaunerkomödien zu sehen: Mächtig gewaltig aktiv im Ganovengeschäft ist die Olsenbande, meist jedoch mit bescheidenem Erfolg: Egon, Kjeld und Benny gehen im neunten (und schönsten) Teil der dänischen Filmreihe auf die Jagd nach einer wertvollen Vase. Man muss die Vorgeschichte nicht kennen, um sich bei diesem Film prächtig zu amüsieren und so die liebenswerten Hauptakteure samt ihrer Marotten kennenzulernen. Nach Genuß des Filmes läßt sich vielleicht auch verstehen, wie die Möchtegernkriminellen in der DDR zum Kult avancieren konnten.
In XXX legen sich Robert Redford und Paul Newman als kleine Trickbetrüger mit einem Mafiaboss an, an dem sie sich für einen Mord an einem Freund rächen wollen. Ein sehr unterhaltsamer Film im Ambiente der 30er, mit tollen Schauspielleistungen, wunderbarer Ragtime-Musik und so vielen verrückten Wendungen, das dem Publikum beim Zuschauen fast schwindelig wird.
Mehr Infos in der Tristeza...
04.02.2010, 20.00 Uhr
Raumanzüge & Räuberpistolen - Schlotzen&Kloben lesen live @ Nichtraucher_innen-Raum
Nach kurzem Zwischenschnauf liest das Autorenkombinat Schlotzen&Kloben wieder in der Tristeza. Mit dem neuen Jahr hat sich auch der gnadenlose Zukunftsoptimismus eingeschlichen, deshalb gibt es diesmal echte Raumanzüge und anderweitige Fortschrittsfieberphantasien.
Mehr noch: Aufgrund dieses mathematischen Machbarkeitsglaubens hat sich Schlotzen&Kloben entschlossen, ab jetzt jeden ersten Donnerstag im Monat am gleichen Ort zur gleichen Zeit aufzutreten! Mehr Infos hier.
01.02.2010, 19.30 Uhr
Infoabend: Geschlechterfantasien. Du musst den Scheiß fühlen! @ Hauptraum
Eine Analyse der gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen faschistischer Ideologien klärt nicht, wie diese Ideologien auf Subjektebene umgesetzt werden. Die Analyse greift notwendig zu kurz, wenn sie das Geworden-Sein der Subjekte als nationale und geschlechtliche Wesen nicht reflektiert.
Denn die bürgerliche Gesellschaft als Nährboden der verschiedenen Faschismen ist ohne Geschlecht und Nationalität nicht denkbar. Somit kann angenommen werden, dass Geschlecht und Nationalität ebenso zu den Voraussetzungen faschistischer Vergesellschaftung zählen.
Ausgehend von der Psychoanalyse des soldatischen Mannes, vorgelegt in Klaus Theweleits "Männerfantasien", wird der Versuch unternommen, das Geschlecht selbst, seine Verbindung zur Nation und seine Bedeutung für faschistische Ideologien, kritisch-psychoanalytisch zu zerlegen.
Geschlecht und Nation müssen gefühlt werden. Wie funktioniert das? Wie lässt sich dieses Gefühl wieder aufbrechen?
Zur Annäherung an diese Fragen werden Theweleits Begriffe und Thesen aus zwei Richtungen kritisch durchschritten. Mit Thomas Laquer und Judith Butler wird untersucht, wie tragfähig sie noch sind, wenn geschlechtliches und nationales Identifizieren als solches nicht vorausgesetzt wird. Aus der Perspektive marxistischer Subjektwissenschaft stellt sich zudem die Frage, inwieweit Theweleits Kategorien historisch empirisch entickelt sind.
SciFi mit HiFi.
Science-Fiction-Filmreihe, Part 4 @ Nichtraucher_innen-Raum
Zum Abschluss unserer Reihe gibt es noch einen Ausflug in die Trash-Ecke: Jane Fonda als XXX wird beauftragt durchs Weltall zu vögeln, ähhh, zu fliegen um den Oberbösewicht Durand Durand ausfindig zu machen. Was sie dabei so erlebt, passt kaum auf eine rosa Plüschhaut. Einer der besten schlechtesten Filme aller Zeiten, der nicht nur die Flower-Power-Bewegung aufs Korn nimmt, sondern auch als Vorreiter der Sexwelle der 70er gilt. Wollen wir mal hoffen, dass uns die Strahlen der Lustorgel nicht gleich treffen.
XXX wäre auch ein gutes Ziel der XXX, einer Terrorgruppe, die es auf die Schönen der Gesellschaft abgesehen hat. Doch die Entführung der Tochter eines Firmenchefs geht gehörig in die Torte und auf der Flucht durchs All zeigt sich bald: Es kämpft doch nur jeder für sich bzw. alle gegen alle. Der von Pedro Almodovar produzierte Film parodiert, garniert von einigen Splatterelementen, ganz lustig den antiimperialistischen Befreiungskampf und stellt die Fragen nach den egoistischen Interessen "politischer" Bewegung. La lotta continua!
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24.01.2010, 20.30 Uhr
SciFi mit HiFi.
Science-Fiction-Filmreihe, Part 3 @Nichtraucher_innen-Raum
Am dritten Abend gibt"s Besuch von den bösen Außerirdischen: In XXX wird die Bevölkerung einer Kleinstadt nach und nach im Schlaf durch emotionslose Doubles ersetzt. Aber Gott sei dank hat jemand den Arzt gerufen! Mit minimalen Mitteln schafft der Film eine Atmosphäre der Paranoia und verlässt sich voll und ganz auf die Wirkung des psychischen Terrors, auch wenn′s etwas altbacken herkommt. Nicht umsonst einer der Filme, der mit die meisten Remakes nach sich zog.
Sehr viel weniger zurückhaltend treten da die XXX in James Camerons zweitem (und besten) Teil der gleichnamigen Reihe auf: Kaum ist die unverwüstbare Ripley von ihrem albtraumhaften ersten Trip durchs All zurückgekehrt, wird sie gebeten, eine Exkursion zum Heimatplaneten der XXX zu begleiten, wobei nur sie weiß, das es eben diese dort gibt. Niemand will ihr so recht glauben, doch wer nicht hören will, muss sterben!
Dieser grandios inszenierte und unerträglich spannende Film setzt bis heute Maßstäbe im Sci-Fi-Action-Kino, stellt nebenbei Fragen zur Moral des Militärs und lässt auch Muttergefühle nicht zu kurz kommen. Nobody leaves this planet alive...
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17.01.2010, 20.30 Uhr
SciFi mit HiFi.
Science-Fiction-Filmreihe, Part 2 @ Nichtraucher_innen-Raum
Zweitausendzehn - Das Jahr in dem wir Filme ansehn. Im Januar lädt euch die Tristeza jeden Sonntag zur Science-Fiction-Filmreihe. Wir zeigen acht Klassiker des Genres, ganz unterschiedlichster Natur. Jeder Abend verfolgt seinen eigenen Schwerpunkt: apokalyptische Visionen, technologisierter Albtraum, die bösen Außerirdischen und Trash im Sci-Fi-Gewand sind die inhaltlichen Klammern.
Wir hoffen, einen kleinen Einblick in das Genre geben und dessen unterschiedlichste Facetten etwas beleuchten zu können.
Alle Filme wie immer in der Originalfassung mit Untertiteln, wenn möglich im Director′s Cut, mit bombastischem Sound und gegebenenfalls auch Platz für Diskussionen. Viel Spaß!
Die Filme des zweiten Abends porträtieren jeweils eine hochtechnologisierte wie auch erschreckende Gesellschaft. Das Individuum XXX schreitet durch eine absolut homogene Gesellschaft, in der Gefühle und Emotionen jeder Art unterdrückt werden. Doch siehe da: werden die hemmenden Pillen mal abgesetzt, dann klappt′s auch wieder mit der Mitbewohnerin. Und solche neuen Erfahrungen können den guten XXX ja nur verrückt machen... George Lucas entwirft in seinem ersten (und wohl auch intelligentesten) Film eine in weiß-gehauchte Dystopie, in die er das Publikum nichtserklärend hineinwirft.
Das beängstigende Zukunftsszenario in XXX ist da schon weitaus bunter: Die Gangmitglieder Kaneda und Tetsuo heizen auf ihren Motorrädern durch ein Neo-Tokio nach dem dritten Weltkrieg. Unverhofft werden die beiden ein Teil der Jagd auf den sagenumwobenen XXX, der mit seinen Erscheinen die Welt retten oder zerstören kann. Dann bemerkt Tetsuo noch ungeahnte Kräfte bei sich, und dann ist der Größenwahn auch nicht mehr fern.
Der Kultfilm des Manga, brillant gezeichnet, rasend als auch überbordernd erzählt und mit einer harschen Gesellschaftskritik versehen.
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10.01.2010, 14.00 Uhr
SCHNEEBALLSCHLACHT:
Tristeza und Elch brauchen Eure Hilfe! auf dem Reuterplatz
An unsere lieben Freund_innen,
sonst findet ihr immer Zuflucht bei uns, wir helfen Euch aus den kleinen
und großen Depressionen und befriedigen Eure Gelüste wo wir können. Ihr
könnt nun einen kleinen Teil davon zurückgeben und Eure Dankbarkeit
erweisen - denn diesmal braucht Eure Lieblingskneipe EURE Hilfe!
Autonome Nichtskönner_innen, die anscheinend zu viel Zeit und Langeweile
haben, entwendeten gestern feige vermummt unseren ELCH, der auch Euch
jeden Abend überm Tresen begleitet hat. Die Schweine fordern uns nun
heraus zu einer Schneeballschlacht... Wenn wir die Schlacht gewinnen, kriegen wir unseren
geliebten Elch zurück. Er lebt noch, wird aber fies gequält. Wie es ihm
ergeht, stellen diese elchverachtenden Blödis auch noch in der
Öffentlichkeit auf Facebook dar.
Also: Wir erwarten Eure Solidarität und Unterstützung zur
Wiedererlangung unseres Elches!
Erste Ermittlungen haben im Übrigen ergeben, dass die Fieslinge mit dem
ORI in der Friedelstraße unter einer Decke stecken. Nie, nie, nie wieder
ORI!
Am vierten Abend widmen wir uns Utopien und Zukunftsängsten und der großen Frage, ob alles bleibt wie es ist - oder noch schlimmer wird: Die zunächst vorgestellte Serie handelt vom Kampf gegen Engel genannte Kreaturen, die die Menschheit vernichten wollen. Deren Gegenstrategie: Die Evolution des Menschen zu vollenden. Der erste Film spielt im futuristischen Paris 2054, wo das Verschwinden einer Wissenschaftlerin aufgeklärt werden soll, deren Forschungen nichts geringeres zum Ziel haben als Unsterblichkeit. Im zweiten Film werden dagegen Menschen als käfergroße Haustiere gezeigt, die wie Ungeziefer gejagt und ausgerottet werden. Der Alltag der winzigen Menschheit in oft brutalen Bildern.
EINTRITT FREI
Infos zu Filmen und genauen Vorführzeiten gibts in der Tristeza.
Der dritte Abend handelt von gesellschaftlichen Grenzen und deren Überschreitung: Zwischen gruseliger Spannung und tiefgründigem Humor angesiedelt, thematisiert der erste Film die Gefahren von künstlicher Reproduktion und Klonen. Während die Welt der Lebenden im nächsten Film von aristokratischen Snobs und unter der eisernen Hand der Kirche regiert wird, geht es im Reich der Toten viel bunter und herzlicher zu. Im letzten Film des Abends soll die heruntergekommenen Stadt Treasure Town in eine Entertainmentwelt umgestaltet werden. Die beiden Brüder Black und White nehmen den Kampf dagegen auf, um sich vor dem Wandel zu retten und werden feststellen, dass alles nicht so einfach und klar ist, wie es scheint.
EINTRITT FREI
Infos zu Filmen und genauen Vorführzeiten gibts in der Tristeza.
Schlotzen & Kloben prästentiert phantastische Geschichten rund um Raumanzüge & Räuberpistolen.
Die Herren Nicolaisen, Schmidt & Weinert lesen live und besser als deine Hörspielkassette. Von trübseligen Strahlenkanonen, bärenohrigen Prinzessinnen und Einhornfohlen mit gutem Musikgeschmack und schlechter Haut. Raus aus dem Schmuddelwetter, rein ins wohlig-warme Fantasie-Raumschiff und dem Klang der Murmeltriebwerke gelauscht! Mehr Infos und Geschichten zum Anhören unter schlotzenundkloben.blogsport.de.
Auch am zweiten Sonntag wird uns das Thema Krieg und gesellschaftliche Ideologien beschäftigen: Ein bekannter tschechischer Regisseur schafft mit seinen Kurzfilmen eine sarkastische Abrechnung mit der Unterdrückung von Individualität und den Auswirkungen politischer Systeme auf das Individuum. Der erste längere Film führt uns mitten in den Kalten Krieg und erzählt auf sarkastische Weise wie ein nuklearer Angriff auf England überlebt werden kann. Der zweite Film ist ein dokumentarischer Trickfilm aus der Perspektive eines israelischen Soldaten während des ersten Libanonkrieges: Der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge.
EINTRITT FREI
Infos zu Filmen und genauen Vorführzeiten gibts in der Tristeza.
11.12.2009, 20.00 Uhr
Konzert: Schnaps im Silbersee @ Podest
Worum geht′s? Natürlich um nicht weniger als gut geplante, allgemeine Musikgeschmack- und Welterrettung!
Der erklärt bunte Stil des Duos (Gitarre/Bratsche/Cello) rangiert im weiten Feld der Liedermacherei, sie wollen Geschichten erzählen, zum Lachen bringen, Fragen fragen und vor allen Dingen: unterhalten. So entsteht ein fliegender Wechsel von ausgelassenem Gegröle und anspruchsvollen Interpretationen, selten ohne feindeutige Zwischentöne und immer in engem Kontakt zum Publikum.
Den ersten Sonntagabend widmen wir dem Zeitalter der großen Ideologien: Es wird einen kleinen Einblick in die Anti-Nazi-Propaganda und antikommunistische Agitation von Walt Disney geben. Dagegen steht der in einer Doku nachgezeichnete Plan von Mickey Maus-Fan Hitler, den "größten und besten Trickfilm aller Zeiten" zu produzieren, um Walt Disneys "jüdische" Weltherrschaft zu brechen. Außerdem zeigen wir eine an reale Erlebnisse angeknüpfte sehr persönliche Verarbeitung der Schrecken des Zweiten Weltkrieges in Japan und ein Film, der eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Stalinismus in der Sowjetunion in sich trägt.
EINTRITT FREI
Infos zu Filmen und genauen Vorführzeiten gibts in der Tristeza.
27.11.2009, 20.30 Uhr
JUHU!!! Kneipenquiz Nr. 5: Musik der 80er @ überall
Was haben The Cure, Madonna, Modern Talking und Fönfrisuren gemeinsam?
We just can′t get enough: LoveparadeAG08 lädt zum fünften Kneipenquiz, diesmal zum Thema "Musik der 80er". Kommt in Teams, seid pünktlich! Hauptgewinn: Eine janze Flasche Hausschnaps!
Das am meisten nach 80er aussehende Team (Leggings, Schulterpolster, Neonfarben etc.) bekommt Extra-Punkte!
Zum Warmwerden:
- Wie heißt der Frontman von Depeche Mode?
- Welche Band nutzte als erstes den Begriff "Neue Deutsche Welle" zur
Kategorisierung ihres Debüt-Albums?
a) Trio b) DAF c) Fehlfarben d) Die tödliche Doris
- War das teuerste Musikvideo der 80er von Madonna, Duran Duran oder
Michael Jackson?
Schlotzen & Kloben prästentiert phantastische Geschichten rund um Raumanzüge & Räuberpistolen. Die Herren Nicolaisen, Schmidt & Weinert lesen live und besser als deine Hörspielkassette. Von trübseligen Strahlenkanonen, bärenohrigen Prinzessinnen und Einhornfohlen mit gutem Musikgeschmack und schlechter Haut. Raus aus dem Schmuddelwetter, rein ins wohlig-warme Fantasie-Raumschiff und dem Klang der Murmeltriebwerke gelauscht! Mehr Infos und Geschichten zum Anhören unter schlotzenundkloben.blogsport.de.
10.11.2009, 20.30 Uhr
Diskussion: Verschwörungskongress in Berlin @ Nichtraucher_innen-Raum
Anlass dieser gemeinsamen, möglichst hierarchiearmen Diskussionsrunde ist ein sogenannter "Kongress der unabhängigen Medien" am 14./15.11. in Berlin. Diese "unabhängigen Medien" setzen sich im Wesentlichen aus querfrontlerisch kompatiblen Verschwörungssites und Blogs wie etwa "Radio Utopie", 9/11-conspiracy-Seiten wie "08/15-Info" und "zeitgeist-revolution" zusammen. Ferner ruft die Obskur-Partei "Büso" zu dieser Veranstaltung auf.
Die linke Newsgroup "Querfront-Info" veranstaltet eine Diskussions- und Informationsveranstaltung im Vorfeld: Daniel Kulla (Autor von "Entschwörungstheorie") ist nebst anderen ExpertInnen geladen.
Infoabend: Das Konzentrationslager Columbia-Haus @Nichtraucher_innen-Raum
Das KZ Columbia- Haus kann als eines der frühen Konzentrationsläger als eine Art "Übungsstätte" für die darauffolgenden KZs gesehen werden. Vor allem waren hier politische Gegner, Homosexuelle und "Asoziale" inhaftiert. Innerhalb dieser Veranstaltung wollen wir euch über die Hintergründe und die Geschichte des einzig eigenständigen Berliner Konzentrationslagers am Columbiadamm, welches häufig in Vergessenheit gerät, informieren.
Infoabend: Der Genozid an den Herero und Nama @Nichtraucher_innen-Raum
Bis heute, weitgehend aus dem Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit verdrängt, kam es inder ehemaligen Kolonie Deutsch- Südwestafrika zwischen 1904 - 1911 zu einem Genozid an den Herero und der Nama. Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Erinnerung an die
Geschehnisse und das Gedenken an die Opfer des Genozids zurück ins Gedächtnis rufen.
Konzert: YOK - pocketpunk an quetsche und ukulele @ Podest
Im 25sten Yahr seines Schaffens präsentiert Yok ein Soloprogramm aus Songs, Texten
und Musik. Das Ganze ist eine Mischung aus eigenen Sachen und Klassikern der
"mainstream - Subkultur". Da tauchen die THE CLASH dann eben genauso
selbstverständlich drin auf wie der Hai, der seine Machtallüren gegenüber "den
kleinen Fischen" fast überwindet.
Yok singt mit der grundsätzlichen Haltung der
Verweigerung aus der Perspektive eines Taxifahrers, der seine Wurzeln in der
radikalen Linken hat. Die Texte verhandeln Alltag, Politik, das "kommunikative
Auseinander" und Punkomatismus.
War er von 1989 - 1994 als "Quetschenpaua"
unterwegs und drehte er seine Runden von 1995 - 1999 mit der Politpunkband "Tod
und Mordschlag", so ist er heute auch immer noch Teil des Musiktheaterkollektivs
"Revolte Springen" und pflegt mit seiner neuen Band "option weg" das Motto
TRÜMMER/TRÄUME/TRASH.
Infoabend: Gruseln auf dem Garnisonfriedhof @Nichtraucher_innen-Raum
Jährlich treffen sich im November am Columbiadamm, Neukölln, aktive Bundeswehr- und ehemalige Wehrmachtsangehörige, soldatische Traditionsverbände, Burschenschafter, alte und neue Nazis und viele mehr zum "Volkstrauertag", um ihre gefallenen Deutschen zu beweinen und sie gleichzeitig als Opfer zu stilisieren. Wir möchten Euch einen geschichtlichen Überblick über das bisher Geschehene geben und Euch über unsere Kritik am sogenannten "Volkstrauertag", die prägnantesten Denkmäler, aber auch die bisherigen antifaschistischen Aktionen informieren.
Zum Ende der Veranstaltungsreihe beschäftigen wir uns mit den neuesten Entwicklungen und staatlichen Planungen zur Ausweitung der Überwachung. Dass dieses Thema eine ungeheure Brisanz aufweist, zeigten nicht zuletzt die Demonstrationen unter dem Slogan "Freiheit statt Angst". Wir wollen eine gesellschaftspolitische Betrachtung folgender Themenbereiche vornehmen: Vorratsdatenspeicherung, Biometrie in Ausweisdokumenten, BKA-Gesetz und Onlinedurchsuchung.
Infoabend: Rechtswidrig aber straffrei - Abtreibung in Gesetz und Praxis @ Podest
Abtreibung ist in Deutschland verboten. Nicht strafbar, aber weiterhin rechtswidrig ist sie lediglich bei einigen Indikationen. Was dieses Gesetz für die gynäkologische Praxis bedeutet und welche Umstände es Frauen außerdem erschweren, eine Abtreibung zu erhalten und auch über die Bedingungen dieser mitzubestimmen, spricht Dr. med. Blanka Kothe, Gynäkologin am Vivantes Humboldt-Klinikum, Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin. In Berlin ist es möglich eine_N Ärzt_in zu finden, die_der auch nach der 22. Woche eine Abtreibung durchführt, in ganz Bayern nicht. Welche Unterschiede gibt es noch? Welche Auswirkungen hat dies? Darüber berichtet Prof. Dr. Ulrike Busch, Professorin für Familienplanung an der Hochschule Merseburg (FH).
In diesem Vortrag wollen wir uns mit Polizei und Inlandgeheimdiensten der BRD auseinandersetzen. Dabei soll es nicht nur um den Aufbau dieser staatlichen Organe, sondern auch um deren konkrete Wirkungs- und Vorgehensweisen gehen. Das von Politik und Medien allgemein vermittelte Bild des objektiv über allen stehenden Rechtsstaates soll an Hand einer theoretischen und empirischen Analyse hinterfragt werden.
Referenten: RA Sönke Hilbrans und RA Peer Stolle, beide sind Mitglieder des Republikanischen Anwaltsvereins
Infoabend: Historische Entwicklung der Repression in der BRD @ Nichtraucher_innenraum
Thema dieser Veranstaltung ist die historische Entwicklung der politischen Repression in der BRD. Es wird auf die Akteure beim Aufbau der politischen Repressionsorgane und die Veränderungen der Repressionspolitik eingegangen. Dabei soll versucht werden die verschiedenen Phasen der Repression zu kennzeichnen.
Referent: RA Ulrich von Klinggräff, Mitglied des Republikanischen Anwaltsvereins
Bis Mitte Oktober wird die Ausstellung "Festung Europa" von Oma Maier alias Peter Schmidt bei uns zu sehen sein.
Passend zum Thema der Ausstellung wird es einen Vortrag über die europäische Grenzschutzbehörde FRONTEX geben. Darin wird er über die Entstehung von FRONTEX berichtet, sowie über Akteure, Struktur und Aufgaben dieser Behörde informiert.
Der Künstler Peter Schmidt aus Baden-Württemberg setzt sich in seiner Kunstinstallation "Festung Europa" mit den Außengrenzen Europas auseinander. Er hat ein detailreiches Modell geschaffen, in dessen Mitte eine Festung aus dem Meer aufragt. Stacheldraht und uniformierte Grenzschützer schirmen sie ab. Aus der Festung erhebt sich ein mehrstöckiger, belebter Büroturm aus Glas. Der hell erleuchtete und transparente Turm bildet einen Gegensatz zu der martialisch und düster wirkenden Festung. Ebenfalls dunkel erscheint das die Festung umgebende Wasser. Darauf sind Flüchtlinge in winzigen Booten zu sehen, die versuchen, an dieser Festung zu landen.
Peter Schmidt schafft mithilfe dieses Modellbaus und der stark vergrößerten Fotos, die er aus verschiedenen Perspektiven von dieser Installation gemacht hat, ein verdichtetes Bild der europäischen Abschottungspolitik und ihrer Folgen.
Infoabend: Antifaschistischer Widerstand in Neukölln 1933-1945 @ Podest
Erinnern heißt kämpfen
Die BRD präsentiert sich heute gerne als geläutert und Vorbild in Sachen "Erinnerungskultur". Dabei geht es darum einen positiven Bezug zur deutschen Nation zu konstruieren, indem sich die BRD in die Tradition des vermeintlichen Widerstandes deutschnationaler Kräfte a la Stauffenberg setzt. Uns geht es bei dieser Veranstaltung darum, den Widerstand derjenigen zu würdigen, die sich nicht in den Dienst des nationalen Projekts stellten, sondern aus antifaschistischer, emanzipatorischer Position heraus gegen das NS-Regime kämpften. Dies soll im Besonderen am Beispiel Neuköllns dargestellt werden.
Referent: Dr. Günter Wehner - Historiker und Experte für den Berliner antifaschistischen Widerstand
ein tick taktlosigkeit
und ein zacken fernweh in selbstgeschriebenen chansons, liedern, songs und canções
gegen kopfverdrehende alltäglichkeit
und unterhosenzählende
überwachungsinstitutionen
22.08.2009, 21.00 Uhr
Street Cinema "Bulbz" @Nichtraucher_innen-Raum
Bulbz is a Hungarian visual group which is using old fashioned techniques during its performances. The leader of the group, Mr. Szeredi Csaba, is a serious collector of old 16mm and 8mm film for many years now. He makes regular projections based on his enormous collection as a visual "add-on" for parties, concerts, exhibitions etc.
A few years ago he joined the post-rock band, Pozvakowski and became responsible for the band"s visual show elements. The sounds and sight of loud and imposing old projectors with old communist propaganda films, home videos and cartoons always make a great and eye-catching / interesting atmosphere at any event. For more infos: http://www.myspace.com/bulbzcinema
20.08.2009, 20.00 Uhr
Buchvorstellung: Gemachte Diferenz @Podest
Das Konzept der "Rasse" wird seit einigen Jahren in den
Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies findet konträr zu den
unzähligen Kritiken statt, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich
ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat zudem neue
Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von "Rasse"
produziert. Zwar weisen die Sozialwissenschaften darauf hin, dass
rassifizierte Unterschiede immer häufiger mit "kulturellen Differenzen"
begründet werden, gleichzeitig sind jedoch biologische "Rasse"-Konzepte
weiterhin virulent. Dies macht eine kritische Analyse und Diskussion
dazu dringend notwendig.
Die Autor_innen dieses Bandes beschäftigen sich mit wissenschaftlichen
"Rasse"-Konzepten in ihrer historischen Entwicklung vom Kolonialismus
bis in die Gegenwart. Sie untersuchen die Konjunktur rassistischer
Forschungsprojekte in den heutigen Biowissenschaften sowie die
wissenschaftliche Herstellung dieser Konzepte. Wichtige Bezugspunkte
sind dabei die sozialkonstruktivistische sowie postkoloniale Theorie,
die kritische Weißseinsforschung, die feministische
Naturwissenschaftskritik und Ansätze der Wissenschaftssoziologie. Der
Band gibt damit einen Überblick über die Kritik an Kontinuität,
Reetablierung und Modernisierung von "Rasse" in den
biowissenschaftlichen Disziplinen.
AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.):
Gemachte Differenz. Kontinuitäten biologischer "Rasse"-Konzepte. Unrast
Verlag
25.07.2009, 16.00 Uhr
Mucke, Grill und Massaker #4 @ draussen
Jeden Samstag im Juli gibts jetzt von 16 bis 22 Uhr Chillen mit Elektro-Mucke vom Teller, dazu den Special-Sommer-Cocktail "Himbeer-Massaker" und DIY-Gegrilltes: Wir stellen Grill-Equipment, ihr bringt Beef/Tofu usw. Ein Vegi-, ein Fleisch-Grill.
Am vierten Termin legen auf: Honz (Trashtech) und Toralf (Electro).
Infoabend: Zur aktuellen Situation im Iran @ Podest
#iranelection: Marg bar diktator!
Der Ruf "Tod dem Diktator!" schallt Nacht für Nacht von den Dächern Teherans. Im Iran befindet sich das islamistische Regime in der schwersten Legitimationskrise seit 30 Jahren, die Forderungen aus der Bevölkerung nach Freiheit und einem Ende des Regimes werden immer lauter. Die Revolte gegen die islamistische Unterdrückung, maßgeblich getragen von Frauen und Student_innen, wird organisiert über Twitter, Youtube und Facebook, was es immer wieder ermöglicht, die Zensur des iranischen Regimes zu umgehen, sich zu vernetzen und neu zu organisieren. Die Positionen innerhalb der Revolte sind heterogen, der Riss zwischen dem Regime und der Bevölkerung wird immer tiefer, die Repression immer härter. Die vielen Verhafteten, ′Verschwundenen′, Gefolterten und Ermordeten scheinen die Revolte nicht stoppen zu können.
Eindringliche Solidaritätsaufrufe aus dem Iran werden in Deutschland entweder nicht gehört oder ignoriert. Dabei liefern iranische Aktivist_innen zum einen detaillierte Informationen über die deutsche Technologie, welche iranische Repressionsorgane und Milizen benutzen, zum anderen werden konkrete Solidaritätsaktionen gefordert, wie etwa bestimmte Internetseiten der Milizen zu blockieren oder Twitteraccounts auf Teheran einzustellen.
Der Referent Kia Kiarostami (iranischer Filmproduzent im Exil und Mitglied der Gruppe "Säkulare IranerInnen für Freiheit und Demokratie") gibt einen Einblick in die iranische Gesellschaft, einen Überblick über die Akteur_innen der Revolte, ihrer Positionen und Forderungen, sowie Möglichkeiten einer Solidarisierung. Auf der Veranstaltung werden zusätzlich aktuelle Videodokumente aus den Straßen Irans präsentiert.
Eine Veranstaltung der Tristeza-Veranstaltungs-AG.
18.07.2009, 16.00 Uhr
Mucke, Grill und Massaker #3 @ draussen
Jeden Samstag im Juli gibts jetzt von 16 bis 22 Uhr Chillen mit Elektro-Mucke vom Teller, dazu den Special-Sommer-Cocktail "Himbeer-Massaker" und DIY-Gegrilltes: Wir stellen Grill-Equipment, ihr bringt Beef/Tofu usw. Ein Vegi-, ein Fleisch-Grill.
Am dritten Termin legen auf: Haus-DJ Schimmel (technotechno) und Plüschgeknister (Minimal).
Mobilisierungsveranstaltung zum Noborder Camp Lesbos/Griechenland 2009 @ NichtraucherInnenraum
Lesbos ist ein zentrales Eingangstor für tausende Flüchtlinge und MigrantInnen, die nach Europa wollen. Sie stapeln sich in kleinen Plastikbooten, bei ihrem Versuch, die Wassergrenze Türkei-Griechenland zu überwinden. Manche schaffen es nie. In den letzten 20 Jahren haben mindestens 1.100 Flüchtlinge und MigrantInnen ihr Leben in der Ägäis verloren. Die griechische Hafenpolizei mit ihren Verhinderungspraktiken der Einreise verletzt die Rechte der Flüchtlinge und gefährdet damit ihre Leben. Gleichzeitig werden ihre Aktivitäten von FRONTEX unterstützt. Dennoch, MigrantInnen lassen sich trotz aller Verschärfungen und Grenzsicherungen nicht aufhalten.
Die Veranstaltung liefert einen theoretischen Überblick der Grenzkontrollsysteme europäischer Grenzen und Kriminalisierung der Migration - und lädt ein zur Reise nach Lesbos, wo vom 25.-31.8.2009, gemeinsame Erfahrungen zu Grenzlinien gesammelt werden, um zu diskutieren, zu unterstützen und zu kämpfen.
Jeden Samstag im Juli gibts jetzt von 16 bis 22 Uhr Chillen mit Elektro-Mucke vom Teller, dazu den Special-Sommer-Cocktail "Himbeer-Massaker" und DIY-Gegrilltes: Wir stellen Grill-Equipment, ihr bringt Beef/Tofu usw. Ein Vegi-, ein Fleisch-Grill.
Am zweiten Termin legen auf: Anne (bißchen härter) und Fine (Electro-Pop).
Jeden Samstag im Juli gibts jetzt von 16 bis 22 Uhr Chillen mit Elektro-Mucke vom Teller, dazu den Special-Sommer-Cocktail "Himbeer-Massaker" und DIY-Gegrilltes: Wir stellen Grill-Equipment, ihr bringt Beef/Tofu usw. Ein Vegi-, ein Fleisch-Grill.
Am ersten Termin legen auf: Fine (Electro-Pop) und Uli von nebenan (Technogefrickel).
Infoabend: Über die rassistische Rede vom "Verfall" deutscher Sprache durch "Kanak Sprak" @ Podest
"Was guckst du?!"
"Ischwör, alta!", "Lassma inne Tristeza gehen.", "Musstu Doppelstunde fahrn." Gemeinsam ist den meisten Vorstellungen über die Ausdrucksweise, die Jugendliche zum Beispiel in Neukölln benutzen, dass es sich dabei um kein "richtiges" Deutsch handle. Größtenteils wird unterstellt, die Jugendlichen könnten sich gar nicht ausdrücken, seien ungebildet und bedrohten mit ihrem "Kiezdeutsch" die deutsche Sprache. Doch was soll denn "richtiges Deutsch" überhaupt sein? Wie entwickelt sich ein Phänomen wie "Kiezdeutsch"? Und was hat die öffentliche Wahrnehmung von Kiezdeutsch mit Rassismus zu tun? Die Veranstaltung möchte eine allgemeine Einführung in die Zusammenhänge von Sprache und Gesellschaft bieten und die rassistische Rede über Kiezdeutsch beleuchten. Es soll gezeigt werden, dass Kiezdeutsch entgegen aller Unkenrufe eine sprachliche Weiterentwicklung ist und überhaupt keine deutsche Sprache bedroht.
Die Referentinnen: Antje Hornscheidt ist Professorin für Gender und Linguistik am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien in Berlin. Heike Wiese forscht zu Kiezdeutsch an der Uni Potsdam und ist dort Professorin für Deutsche Sprache der Gegenwart.
21.06.2009, 17.30 Uhr
Dein Block mein Kiez #2: Open-Air-Konzert @ draussen
Es wird Sommer in Berlin. Das nehmen wir zum Anlass, um anzuknüpfen an "dein Block mein Kiez" vom letzten Jahr (siehe: dein block mein kiez 08). Es steht wieder ein Open-Air-Konzert an, welches mit Rap-Statements die Pannierstraße beschallen und für einen unterhaltsamen Sonntagabend sorgen wird. Ergänzen werden wir dies eine Woche später mit einer inhaltlichen Veranstaltung zu "Kanak Sprak" und der rassistischen Rede vom "Verfall" deutscher Sprache.
Nord-Neukölln zwischen "sozialem Brennpunkt" und "Szenekiez": Don′t make a habit of it!
Kneipenquiz No.4 : Kultfilme @ im Großen und Ganzen
Was mag Amelie in ihrer fabelhaften Welt nicht? Wie hieß der erste Film des Prügelduos Bud Spencer & Terence Hill?
Wer hat in "Zurück in die Zukunft" die Zeitmaschine erfunden?
Und nicht zuletzt: Was haben Jackie Brown, Werner Beinhart und Pretty Woman gemeinsam?
Freut Euch schonmal auf die vierte Ausgabe unseres Tristeza-Kneipenquiz, diesmal zum Thema Kulfilme.
Kommt in Teams, seid pünktlich - wir sind′s diesmal auch, versprochen! Also dann: Hasta la quizta, baby!
12.06.2009, 20.00 Uhr
Konzert: MiaoMio @ Podest
Teile des rein weiblich besetzten Quartett miaomio machen sich auf den Weg von Bonn nach Berlin um in der Tristeza feinen Akustikpop zu spielen. Trotz klanglicher Abwechslung durchzieht alle Songs der Eindruck, dass sich die weniger melancholischen Nichten von Coldplay zum Part-de-deux mit Popgrößen wie Silbermond zum Tanz verabredet haben.
Kickerturnier Endlich ist es soweit: Ein Kicker-Turnier bei dem der Spaß und der Sinn
fürs Spiel im Vordergrund stehen sollen! Bei dem jede_r frei aufspielen
kann und die Elowerte nur für einzelne Egos zählen!
Ein Losverfahren in den ersten 3 bis 5 Vorrunden wird entscheiden, wer
mit wem das folgende K.O.-System bestreitet. Gespielt wird auf 3
Kicker-Tischen oben in der Tristeza. Zusätzlich stehen euch aber auch
noch di bekannten Kickertische unten im Keller zur Verfügung, an denen
ihr euch eure Wartezeit zwischen den Spielen oder auch nach eurer
eventuellen vorzeitigen Ausscheidung vertreiben könnt.
Zu gewinnen gibt′s Pokale für die ersten 3 Platzierungen und auch der
selbstgebastelte Kampfpreispokal wartet auf seinen_ ihre Eroberer_in.
Also: Keine festen Partner_innen, keine Gummis oder weitere Hilfsmittel!
Startgeld: 3,- EUR
Wir freuen uns auf Euch!
03.06.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Nazis und Islamismus @ Podest
Bei den Debatten um "Islamophobie" und rechte Bürgerproteste gegen "Islamisierung" und Moscheebauten gerät oft aus dem Blick, dass das Verhältnis zwischen rechten und nazistischen Gruppen und Islamist_innen keineswegs so eindeutig und immer feindlich ist.
Während Nazideutschland auch unter Muslimen weltweit Bewunderung und Unterstützung bis hin zur militärischen Kollaboration zukam, ist heute die Islamischen Republik Iran die Macht, der sich seit 30 Jahren Nazis aus aller Welt zuwenden. Die islamische Revolution im Iran hat schon von Beginn an Bewunderung und Unterstützung aus prominenten Nazikreisen erhalten, zahlreiche Nazis und Holocaust-Leugner_innen haben seit 1979 im Iran Zuflucht vor juristischer Verfolgung gefunden und geben in Teheran Nazi-Schriften heraus. Spätestens seit der Holocaust-Leugner-Konferenz 2006 in Teheran und den Vernichtungsdrohungen gegen Israel ist der iranische Präsident Ahmadinejad ein Held in Internetforen wie Altermedia.
Der Vortrag soll deutlich machen, warum es gerade in Deutschland eine antifaschistische Notwendigkeit ist, Islamismus und besonders das im Iran seit 1979 wütende Regime in die theoretische wie praktische Kritik mit einzubeziehen. Schließlich pflegt Deutschland noch immer enge politische, ökonomische und kulturelle Beziehungen zum iranischen Regime, und auch in Berlin gibt es zahlreiche islamistische Kräfte, als Beispiel sei nur die Iran- und Hisbollah-nahe Imam Reza Moschee in der Reuterstraße genannt.
Der Referent Martin Tröger ist Mitarbeiter im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes in Wien.
Die Gruppe TOP-Berlin lädt ein zu Vortrag und Diskussion, anlässlich des Erscheinens der gleichnamigen Grundlagenbroschüre des "Ums Ganze"-Bündnisses. Sowohl in der Broschüre, als auch in der Veranstaltung geht es um nicht weniger, als um die politische Gewalt der bürgerlichen Gesellschaft mit all ihrer Freiheit. Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik aufs Ganze geht - in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft. Die Veranstaltung wird mit angemessener kultureller Untermalung statt finden.
24.04.2009, 18.00 Uhr
Infoabend: Antiamerikanismus und Antisemitismus ACHTUNG! NEUE UHRZEIT! veranstaltet vom Arbeitskreis Shalom in der Linksjugend.[′solid] und den Jusos Berlin
22.04.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Islam und Antisemitismus Veranstaltung mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)
Vom Jerusalemer Großmufti bis zu Ahmaddinijad, von der "Mein Kampf"-Übersetzung bis zur Holocaust-Leugner-Konferenz - Antisemitismus ist ein zunehmendes Problem auch und gerade in muslimischen Ländern. Wie hat sich der Antisemitismus in muslimisch geprägten Ländern entwickelt? Inwiefern ist er islamisch und inwiefern arabisch-nationalistisch? Und wie kann eine kritische und differenzierte Auseinandersetzung jenseits der Polemik zum Nahost-Konflikt aussehen?
Diese Veranstaltung wird organisiert von der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA)
20.04.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Homophober Moslem, toleranter Westen? Veranstaltung mit Georg Klauda
Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder
in den Blickpunkt der westlichen Medien, die solche Vorfälle gern als
Zeichen kultureller Rückständigkeit interpretieren. Einige Bundesländer
schlugen deshalb vor, Muslime im Einbürgerungsverfahren nach ihrer
Einstellung zu Homosexuellen zu befragen. Zeigen sich deklassierte
Halbstarke aus Migrantenfamilien aggressiv gegenüber Schwulen, werden
reflexhaft religiöse Motive unterstellt.
Dabei beschworen Homosexuelle die Kultur des "Orient" noch zu Beginn des 20.
Jahrhunderts als ein tolerantes Gegenbeispiel zu den Jahrhunderten
religiöser und säkularer Verfolgung in Europa. Die klassische arabische
Liebeslyrik z.B. ist voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der
Literatur des "aufgeklärten" Abendlands vergeblich sucht. Man mag kaum
glauben, dass sich die Lebensweise in islamischen Gesellschaften in einer so
kurzen Zeitspanne auf so einschneidende Weise geändert haben soll. Doch
gerade diejenigen, die mit dem Finger auf die Homophobie der islamischen
Welt zeigen, gehen jeder Erklärung dieses Wandels aus dem Weg.
Anhand zahlreicher historischer und aktueller Quellen belegt der Referent,
dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten weniger das
Relikt einer vormodernen Vergangenheit ist. Vielmehr handelt es sich um das
Resultat einer gewaltsamen Angleichung an die Denkformen ihrer ehemaligen
Kolonialherren, die Homosexuelle im Prozess der Modernisierung erstmals
identifiziert, benannt und zum Objekt staatlichen Handelns gemacht haben.
Homophobie ist eine Erfindung des christlichen Westens, die im Zuge der
Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird.
Georg Klauda ist Autor des 2008 im Hamburger Männerschwarm-Verlag erschienen Buches "Die Vertreibung aus dem Serail". Er lebt und arbeitet in Berlin.
Harmonischer Indie-Rock und raffinierte Folk- und Sixties-Tupfer sind
die Farben, in denen Chelsy malt. Die smarte Band aus dem
beschaulichen Mülheim an der Ruhr verzichtet auf überflüssige Posen
und falsche Pathos. Seit ihrer Gründung 2002 offenbarten Chelsy auf
ihren unentwegten Clubtouren, sowie auf zwei Singles (Beniihana
Records/My favourite toy Records), einem Debut-Album und einer EP
einen geradezu zeitlosen Sound und eine tiefe Liebe zum klassischen
Songwriting.
Die mitreißenden Songs schöpfen ihre Kraft aber stets aus
wunderschönen Melodien und dem melancholischen Gesang von Martin Arlo.
Nun ist Martin Arlo solo unterwegs um die bald anstehende
Veröffentlichung des zweiten Chelsy Albums zu verkünden.
15.04.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Überblick Moscheebaudebatten Veranstaltung mit dem antirassistischen Heinersdorf-Bündnis
In der Infoveranstaltung soll eine Übersicht über die bisherigen
Moscheedebatten in der BRD, wie in Köln, Hamburg und Berlin, gegeben werden.
Zudem wollen wir ein genaueres Bild von dem Verlauf der Proteste in Heinersdorf,
der Vermischung von bürgerlichem und neofaschistischem Protest, den sie
bedingenden theoretisch-ideologischen Anknüpfungspunkten vermitteln und einige
Hintergrundinformationen zur IPAHB, sowie zur islamischen Gemeinde in
Heinersdorf geben.
Diese Veranstaltung wird organisiert von der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA)
13.04.2009, 20.30 Uhr
Konzert: Erik & Band Geheimtipp!
Nachdem bereits im Herbst letzten Jahres der vielen auch nur als "singender Tagesspiegelverkäufer" bekannte Erik Jenner sein Können mit Arien und Duetten unter Beweis gestellt hat, dürfen wir nun auf eine kleine Überraschung gespannt sein. Ein weiteres Mal laden wir ihn zu uns ein und er kommt diesmal sogar mit Band. Man darf gespannt sein auf einen außergewöhnlichen Abend.
08.04.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Graue Wölfe Veranstaltung mit Claudia Dantschke
Strukturen der Grauen Wölfe konnten in den letzten Jahren, ohne größere
Beachtung oder gar Intervention der hiesigen antifaschistischen Initiativen,
bundesweit aufgebaut werden. So ist es nicht verwunderlich, dass diese
Entwicklungen in den nationalistisch-rassistischen Ausschreitungen in Kreuzberg
und Neukölln im Frühjahr des letzten Jahres gipfelten.
Um diesem wenig
beachteten Thema mehr kritische Aufmerksamkeit zu schenken, wird die Referentin
Claudia Dantschke, Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Islam und
Antisemitismus, einen fundierten Überblick über Struktur und Inhalte der Grauen
Wölfe geben.
Diese Veranstaltung wird organisiert von der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA)
Französischer Electro-Pop zum trashen, dancen und träumen!
17.03.2009, 20.30 Uhr
Kneipenquiz Nr.3! Musik und DAS GROßE GANZE Was haben Woddstock, Rammstein, Ernst Busch und Porno-Rap gemeinsam?
Wer hat gesagt, dass das Problem von John Lennon sei, dass er nie Marx gelesen hat? Wonach hat sich Blondie benannt? Und welche Musikstücke wurden für evtl. existierende Außerirdische auf der Goldenen Festplatte der Raumsonde Voyager gespeichert?
Fragen über Fragen, die einer Antwort harren! Kommt zum dritten grandiosen Kneipenquiz. Thema diesmal: "Musik und das Große Ganze" oder: "Es gibt keine richtigen Ton im Falschen". Musik und Werbung, Politik, Gesellschaft, Aberglauben... das ganze Drumherum eben.
Kommt in Teams, seid pünktlich!
16.03.2009, 20.00 Uhr
Film: Faschismus und Widerstand in Rußland Veranstaltung mit einem russischen Aktivisten
In letzter Zeit sind immer wieder Informationen über den rassistischen und faschistischen Terror in Russland an die Öffentlichkeit gekommen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Morde durch militante Neonazis erheblich zugenommen. Sowohl Migrant_innen als auch Antifaschist_innen sehen sich mit einer zunehmenden Gefährdung ihres Lebens durch militante Neonazis konfrontiert. Die Morde sind Ausdruck eines weit verbreiteten Rassismus, aber auch einer fortschreitenden Radikalisierung rechter Strukturen in Russland. Verstärkt wird dieses rassistische Klima durch die herrschende Politik. Die Situation für Menschen, die sich abseits des Mainstreams bewegen, wird immer schwerer und gefährlicher.
Ein autonomes Medienkollektiv hat eine Dokumentation (russisch mit englischen Untertiteln) gedreht: "In documentary you will see different points of view on situation with fascism/antifascism in Russia. In documentary you will see Humanrights activists, Red and Anarchists Skin Heads, members of antifascist musical bands What We Feel, Give′em the Gun and Brigadir, antifascist lawer Stas Markelov (killed 19/01/09 RIP), anarcho-punx and other people, who activ fighting with fascism. So not only interviews. You also can see demonstrations, meetings, gigs, actions and fightings."
Ein Aktivist des Medienkollektivs tourt nun durch Europa, um die Geschichten des antifaschistischen Widerstands in Rußland weiterzuverbreiten und Kontakte zu knüpfen. Er wird an diesem Abend eure Fragen beantworten.
Aktuelle Links zu den politischen Morden am 19. Januar in Moskau: hier und
hier
09.03.2009, 19.00 Uhr
Buchpräsentation: "Augen zu, gilt nicht" von Silvia Hable http://www.dva.de
"AUGEN ZU, GILT NICHT" - Auf der Suche nach einer gerechteren Welt
Am Anfang ist es nur Verweigerung,
am Ende der empörter Kampf gegen ein falsches System
Silvia ist das perfekte Kind, nicht auf den Mund gefallen und hochbegabt. Doch sie träumt nicht wie ihre Eltern von einem Leben im muffigen Reihenhaus mit Vorgarten. Sie sucht eine Alternative fern der Spießbürgerlichkeit und des Mainstreams. Mit sechzehn läuft sie zum ersten Mal von zu Hause weg und genießt die Freiheit anders zu leben. Immer wieder kehrt sie zwangsweise in ihr Elternhaus zurück, bis sie mit achtzehn schließlich endgültig abtaucht.
Mit viel Witz und Ironie erzählt Silvia Hable von ihren drastischen Erfahrungen als Aussteigerin und von der allmählichen Politisierung ihres Denkens. Sie lernt verschiedene in- und ausländische Punker- und Hausbesetzerszenen kennen, macht Erfahrungen mit Drogen, mit der Polizei und der Psychiatrie.
Ihr Buch protokolliert ungeschminkt ihre schwierige Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Gesellschaft. Es zeugt von den politischen Hoffnungen und Enttäuschungen der Jugend heute und versucht, Alternativen aufzuzeigen. Sehr direkt und gnadenlos skeptisch hält die Autorin uns allen den Spiegel vor. Die aktuellen Proteste in Griechenland und anderen Ländern Europas zeigen die Brisanz dieses Themas.
Ein authentischer Einblick in die junge Protestbewegung Deutschlands!
Die Autorin liest aus ihrem neuen Buch, das am 6. März 2008 erscheint. Eintritt frei.
08.03.2009, 18.00 Uhr
Vortrag und Film: 30 Jahre Islamische Revolution. 100 Jahre persische Frauenbewegung! mit Kaffee und Soli-Kuchen
Seit der Errichtung des "islamischen Gottesstaats" durch die
Mullahs im Iran leiden die iranischen Frauen unter strengen Gesetzen und
großer Repression des patriarchischen Systems. Vergewaltigungen und Steinigungen sind dabei nur die Spitze eines
gewaltigen Eisbergs.
Gleichzeitig ist der Iran ein Land mit einer langen
feministischen Tradition.
Was ist heute davon übrig und wie leben und kämpfen Frauen in dieser
Gesellschaft? Ein Vortrag, der Einblicke und Aussichten geben will.
Johannes Groschupf liest aus seinem zweiten Roman, "Hinterhofhelden",
der im März im EichbornBerlin-Verlag erscheint. "Hinterhofhelden"
erzählt vom Neuköllner Leben zwischen Weserstraße und Sonnenallee, vom
Hauswart Manfred Pilarski und seiner Frau Gerda, von Inge Milinski, die
wieder trinkt, von der Belegschaft im "Ambrosius", von Ralle und dem
Duke, die in der Flughafenstraße einen Trödelladen führen - und vom
jungen Studenten Odefey, der die Sitten und Gebräuche Neuköllns
kennenlernt.
Der Autor Johannes Groschupf ist freier Journalist, arbeitet für die FAZ, die ZEIT, den NDR.
Eintritt ist wie immer frei.
26.02.2009, 18.00 Uhr
Finissage - Ausstellung "Die Eyegs kommen" In Anwesenheit des Künstlers endet der Ausflug der Eyegs ins Tristeza an diesem Abend. Eine letzte Gelegenheit, bewegte und unbewegte Bilder aus der Überraschungsbox von ouchgrafix urban art ganz in Echt zu erleben.
25.02.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Einschätzung über die weitere Entwicklung der Neuen Rechten Teil der Veranstaltungsreihe "Die Neue Rechte" der ANA
Als Abschluss dieser Reihe soll diese Veranstaltung eine Einschätzung über die weitere Entwicklung der Neuen Rechten geben und dabei auftretende, mögliche Gefahrenpotenziale aufzeigen. In diesem Zusammenhang werden mögliche Formen der Gegenstrategien zu diesen Entwicklungen und gegen die Neue Rechte im Allgemeinen diskutiert.
Auf dem Podium sitzt Jörg Kronauer, freier Journalist und Sozialwissenschaftler. Er schreibt u.a. für die Lotta, Konkret und beschäftigt sich primär mit verschieden Formen des Faschismus in der Gesellschaft.
22.02.2009, 20.00 Uhr
Lesung: "KOMMUNISMUS - Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird" mit Bini Adamczak
Kommunismus ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint.
Wie lässt es sich - jetzt! - einige Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik und Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal?
"Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein."
Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache und Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird. Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden.
bereits ab 15.00 Uhr:
Solidarischer Kaffeeklatsch für f.a.q.(feministisch-antisexistisch-queer)
Antisexistischer Infoladen und Vernetzungsort in Neukölln (im Aufbau)
Mit Büchertisch zu feministischen,
antisexistischen, queeren, ... Themen sowie der Möglichkeit, sich
über das Projekt zu informieren und auszutauschen.
21.02.2009, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch für f.a.q. (feministisch-antisexistisch-queer) Antisexistischer Infoladen und Vernetzungsort in Neukölln (im Aufbau)
...mit Infos zum Projekt & Büchertisch
Das ganze Wochenende (FR,SA,SO) gibt es leckeren Kuchen (auch vegan), den ihr
euch zu Gunsten des Antisexistischen Infoladens schmecken lassen könnt.
Am Sonntag wird es dazu noch einen Büchertisch zu feministischen,
antisexistischen, queeren, ... Themen geben sowie die Möglichkeit, sich
über das Projekt zu informieren und auszutauschen.
Wir würden uns freuen, euch zu sehen!
16.02.2009, 20.00 Uhr
Politischer Salon: Geschichte und Leben in Israel veranstaltet vom AK Antisemitismus innerhalb der Rosa-Luxemburg-Stiftung
"Normal zu leben um zu überleben"
Anstatt ständig Schreckens- und Horrormeldungen aus Israel zu vernehmen wollen wir mehr über den dortigen Alltag und über die israelische Gesellschaft erfahren.
Unser Referent wird einen sehr persönlichen Eindruck seiner Erfahrungen über Leben und Aufwachsen in Israel schildern, aber auch über gesellschaftliche Themen referieren.
11.02.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Die "Neue Rechte" - Neues Konzept oder alte Inhalte im Neuen Gewand? Teil der Veranstaltungsreihe "Die Neue Rechte" der ANA
Die Ideologie der ultrarechten Sammelbewegung der "Neuen Rechten" ist vielfältig und vereint
völkisch-nationalistische Ideologiefragmente mit neorassistischen und kulturalistischen Theorien.
Durch die publizistische "Infiltration" von intellektuellen Diskursen versucht die "Neue Rechte" eine kulturelle Hegemonie zu erlangen. Wir möchten euch mit dieser Infoveranstaltung einen Überblick über die ideologischen Inhalte der "Neuen Rechten" und ihre verschiedenen Strömungen
geben.
Um die sehr persönlichen und introvertierten Texte musikalisch zu unterstreichen, hat Julia sich neben ihrer
eigenen Stimme und der akustischen Gitarre respektive Ukulele eine ganze Palette an ungewöhnlichem
Instrumentarium zurecht gesucht. Geeignete Klangkörper wurden in der Küche gefunden und so sind
Pfeffermühlen, Einmachgläser und Schubladen in den Liedern zu hören. Aber über all diesen ungewöhnlichen
Instrumenten schwebt ihre außergewöhnliche Stimme.
04.02.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Die "Neue Rechte" - "68" unter umgekehrten Vorzeichen Teil der Veranstaltungsreihe "Die Neue Rechte" der ANA
Schnell nach dem Ende des Nationalsozialismus erstarkte die Rechte in der BRD wieder und bildete vor dem Hintergrund der aufkommenden linken Studentenbewegung die "Neue Rechte".
Ursprünglich eine Abspaltung der NPD bildete sich ein Netzwerk von neurechten Verlagen, Medien
und Theoriezirkeln, die Restauration des völkischen Nationalismus propagierte. Wir möchten euch über die Hintergründe der Entstehung der Neuen Rechten und ihrer Vordenker informieren und einen Überblick über verschiedene Medien der neurechten Agitation liefern.
Referent_in: ANA (Autonome Neuköllner Antifa)
28.01.2009, 19.30 Uhr
Kneipenquiz Nummer 2!!! Wo spielt die amerikanische Serie "Queer as Folk"? Wie heißt die Familie, die Alf aufnimmt? Und wer sind die Desperate Housewifes?
Es ist wieder soweit! Nach einem grandiosen Start im Dezember legen wir nun mit einem Kneipenquiz zum Thema "Gute Serien, Schlechte Serien" nach.
Kommt in Teams und seid pünktlich!
25.01.2009, 20.00 Uhr
Quiz-Warm Up! Vier Stunden Trashserien im Keller. Die beste Alternative zu Tatort!
21.01.2009, 20.00 Uhr
Infoabend: Europas ambivalente Rolle in Bezug auf den Schutz der Menschenrechte in Russland Europa spielt eine ambivalente Rolle in Bezug auf den Schutz der Menschenrechte in Russland. Einerseits gibt es viele Möglichkeiten für russische Menschenrechts-NGOs von europäischen Institutionen finanzielle Unterstützung zu erlangen oder am Menschenrechts-Dialog zwischen Russland und Europa teil zu nehmen. Andererseits wird die Situation der Menschenrechte in Russland gerne ignoriert, wenn es um die harten Interessen der EU in Bezug auf Russland, wie zum Beispiel der
Energieversorgung, geht. Das zeigte zuletzt die im Dezember in Russland
abgehaltene dritte NGO-Konferenz des Europarates, auf der toleriert wurde, dass die russischen Behörden die Teilnahmerechte und Redefreiheit
der russischen NGOs beschnitten. Aber auch die Abhängigkeit von westlichen Geldgebern schafft in der Arbeit der russischen NGOs praktische Probleme, die eine selbstbestimmte Organisation und Ausrichtung der Menschenrechtsarbeit erschweren.
Wir möchten mit euch an dem Abend diskutieren, welche Rolle Europa in der konkreten Arbeit unserer Partnerorganisation Youth Human Rights
Movement einnimmt. Welche Bedeutung hat für russische NGOs der Beratersstatus, den manche als Menschenrechtsexperten im Europarat und bei den Menschenrechts-Konsultationen zwischen EU und Russland haben? Wie wirkt sich dies auf die Situation der Menschenrechte in Russland
aus? Welche Rolle kann der Europäische Gerichtshof spielen? Wie ist das
Verhältnis zur EU als Geldgeber und welche konkreten Probleme entstehen
für die NGOs in Russland durch ihre finanzielle Abhängigkeit?
Referent_innen sind Anna Zherdeva aus Moskau und Konstantin Baranov aus
Rostow am Don. Beide sind bei YHRM-Russland tätig und haben Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen, vor allem EU und auch Europarat, bei dem YHRM NGO-Teilnahmestatus hat.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Wir freuen uns über dein Kommen!
"das burlebübele mag i net - bewegte lesben in ost und west" (Doku, 2008) Filmvorführung in Anwesenheit der Macher_innen.
Anhand zweier Biografien nähert sich der Film den Anfängen der
Lesbenbewegungen in Ost- und Westberlin. Er stellt sowohl Parallelen als
auch Besonderheiten des alltäglichen Lebens sowie einer politischen
Organisierung von Lesben im geteilten Berlin der 70er und 80er Jahre
heraus.
Nur wenige Kilometer voneinander entfernt kämpften Cristina Perincioli und Ursula Sillge zur gleichen Zeit als Aktivistinnen der ersten Stunde für die Rechte von Lesben und Schwulen. Die eine in Westberlin, die andere in Ostberlin. In einer Zeit, in der es nur vereinzelt versteckte Treffpunkte für Lesben gab, die meist im Rotlichtmilieu angesiedelt und illegalisiert waren – eine Zeit, in der es unmöglich war offen lesbisch zu leben – begannen die beiden Frauen sich auf beiden Seiten der Mauer politisch zu organisieren, Räume und Strukturen für Lesben aufzubauen sowie mit ihren Themen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu gehen. So ähnlich die Ziele der beiden Protagonistinnen auch waren, so unterschiedlich waren die jeweilige politische Situation und damit die Voraussetzungen für das Entstehen einer Lesbenbewegung.
Der Film entstand im Rahmen des Videoseminars "Parallele Biografien – Ost/West" am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität Berlin bei Prof. Christina von Braun.
Ein Dokumentarfilm von Roman_ Klarfeld, Sandra Luka Stoll und Anke Schwarz .
Eintritt wie immer frei!
24.12.2008, 22.00 Uhr
Party mit Karaokeshow ... mehr Infos folgen ...
Für alle daheim und allein gebliebenen, alle Flüchtenden und
Resignierten, alle Seeligen und Konfirmierten, alle Ungläubigen und
Andersgläubigen - und für alle die mit ihrer Familie an Weihnachten
endlich mal richtig auf den Putz hauen wollen: Erst singen, dann tanzen.
Selbstverständlich ohne Weihnachtslieder.
Das HipHop-Austauschprojekt BronxBerlinConnection und Gangway e.V. laden
zu einem HipHop-Abend. Ihr könnt euch selbst davon überzeugen, dass
Jugendliche von den Straßen Berlins mehr zu sagen haben als das, was uns
von den Massenmedien aufgetischt wird. Das Projekt will ausgegrenzten
Jugendlichen eine Stimme verleihen und sie für den "bewussten HipHop"
ohne Gewalt und Sex sensibilisieren.
Das Projekt "BronxBerlinExchange" ist ein HipHop-Austauschprojekt im
Rahmen von Gangway e.V. mit dem 15 sog. "sozial-benachteiligte"
Jugendliche aus Berlin nach New York City fliegen konnten, um dort u.a.
die South Bronx (Geburtsstätte der HipHop-Kultur) zu besuchen, an
Workshops einiger weltberühmter Ikonen des HipHop teilzunehmen,
Jugendliche der South Bronx kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam an
Talentwettbewerben teilzunehmen. Im kommenden Jahr steht ein Gegenbesuch
in Berlin an...
Der Austausch knüpft an die Idee an, dass HipHop als globale
(Jugend)Kultur einer Verständigung zwischen den verschiedenen
Nationalitäten dient.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, doch da für das Projekt noch Geld
benötigt wird, bitten wir um Spenden.
"Doch was ich geschrieben, dass weiß ich nicht mehr, und bin überrascht, wenn ichs lese: so seid so gespannt wie auch Ich auf den Koffer, aus dem die Bruchstücke sich winden."
Eine Einladung an alle die Interesse am Mietshäuser Syndikat und dem
Aufbau von Hausprojekten haben. Am Sonntag werden wir (ein paar Leute
der Regional AG des MHS) ab 15 Uhr im Tristeza anzutreffen sein:
Allgemeine Fragen zum Mietshäuser Syndikat ? Du willst mit anderen
zusammen ein Hausprojekt gründen ? Du hast Geld übrig und willst ein
Syndikatsprojekt mit einem Direktkredit unterstützen ? Auf der Suche
nach Leuten für ein neues Projekt ? Dein Hausprojekt sucht
MitbewohnerInnen ?
Kommt vorbei, wir werden versuchen eure Fragen zu beantworten und würden
uns freuen euch kennenzulernen.
Das Mietshäuser Syndikat
* berät selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das
Syndikatsmodell interessierten
* beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen
werden
* hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung
* initiiert neue Projekte
* sucht Direktkredite für selbstorganisierte Hausprojekte
Der Erlös aus dem Kuchenverkauf an diesem Wochenende (Fr-So) geht an das Projekt.
Der berühmt-berüchtigte Krimi-Autor Horst Bosetzky, bekannter unter dem Kürzel -ky, kommt zu Besuch und bringt Geschichten mit. Aufgewachsen im
Reuterkiez, knapp um die Ecke der Tristeza, besuchte er die
Rütli-Schule. So hat er Lustiges über den Kiez in Petto, liest spannende
Kriminalgeschichten zwischen Pannier- und Ossastraße, erzählt aus der
Familiensaga und plaudert über sein Neuköllner Leben.
-ky wurde geradezu zum Inbegriff des "Sozio-Krimis", der die Leichen nicht zur gefälligen Abendunterhaltung liefert, sondern mit ihnen ausdrücklich aufklärerische Absichten verbindet.
-ky untersucht die sozialen und politischen Zustände in diesem Land und die daraus folgenden psychischen Verletzungen der Menschen. Dabei verleugnet er nicht seinen eigenen politischen Standort, seine Distanz zum herrschenden System.
Die sozialen Analysen und politischen Exkurse sind eingebunden in eine rasante Handlung, die mit Action-Szenen, zynischen Wortwitzen und grotesk überdrehten Situationen gespickt sind.
02.12.2008, 20.30 Uhr
***Das erste Tristeza-Kneipenquiz*** powered by Loveparade-AG-08
"Was haben Loveparade, Kelly Family, Bad relgion und Wu Tang Clan
gemeinsam?"
"Wofür steht das H.P. im Namen des Scooter-Sängers H.P. Baxxter?"
"Unter welcher Bedingung hätte die Band WIZO eingewilligt, den Verkauf
eines T-Shirts, auf dem ein Schwein an einem Kreuz hängt, einzustellen,
gegen den ein Kirchenvertreter klagte?"
Musik der 90er: Grunge, HipHop, Eurodance, Techno, Trash, Pop, Rock,
Metal, Punk, HC...
Kommt in Teams! Kommt pünktlich!
Hauptgewinn: Eine janze Flasche Hausschnaps!
26.11.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt Von der "Finanzkrise" zum autoritären Staat
Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie
die Zukunft
betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in
heller
Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie
die
Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus
reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die
losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die
"Plusmacherei" (Marx)
rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß
die
Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem
generalisierten
Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert,
Geld,
Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche
Synthesis
als vollendet negative. Das ist gewiß paradox: die unbedingte
gesellschaftliche
Einheit in der Form des totalisierten Atomismus; ein Paradox jedoch,
das im
Geld dingliche Gewalt annimmt und als "logisches Rätsel" (FAZ)
erscheint.
In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres
eigenen
Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer
Form,
die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik
zu
therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines
paranoiden
Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang
beschwört
und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach
vorn
anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den
Ausnahmezustand,
d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes
ist der
"Preis des Marktes" als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols
auf Leben
und Tod erzwungene Opfer der Individuen.
Die Brauseboys sind eine der quirligsten Lesebühnen Berlins. Nichts Menschliches und Unmenschliches ist den sechs Geschichtenerzählern fremd. Stilsicher stecken ihre Texte den Raum ab zwischen ihrem Heimatdorf Wedding, anderen Berliner Provinzen und der Dönerbude am Scheitelpunkt der Dimensionen. BERLIN MIT ALLES eben - ohne den notorischen Berlin-Hype, dafür mit echtem Gespür für Geschichten!
Seit nunmehr fünf Jahren lesen Paul Bokowski, Hinark Husen, Frank Sorge, Robert Rescue, Volker Surmann & Heiko Werning im Stadtteil Wedding - dem "Lagos an der Spree" - ihre Geschichten vor und machen mit furiosen Aktionen von sich reden.
"Hochwertige Kurzprosatexte, präzise Alltagsbeobachtungen und feinsinnige Milieustudien. Das Überzeugendste an diesem Buch ist, dass ausnahmslos alles, was in ihm erzählt wird, wahr ist." (Jungle World über "Provinz Berlin")
09.11.2008, 20.00 Uhr
Lesung/Performance: Fußball vs. Countrymusik (& neben der spur) www.gerd-dembowski.de
Mehr als nur eine Lesereise. Gerd Dembowski, der in Brighton lebt, liest nicht nur aus seinem aktuellen Buch "Fußball vs. Countrymusik", das 2007 zum Fußballbuch des Jahres nominiert wurde. Das könnte ja jeder. Bei seinen berüchtigten Lesungen puzzelt er seine Texte in ein liebevolles Chaos aus Kinderinstrumenten und eigenem Country- und Folkgesang.
Dabei packt er zusammen, was nicht zusammen gehört: Fußball vs. Counrymusik (Papyrossa Verlag). Aber nicht nur: auch aus seinem gerade entstehenden Road-Roman "neben der spur. Halbwahrheiten um eine Reise durch die USA" trägt er vor. Entwaffnende Kurzgeschichten und amüsant-politische Satire, die mit schonungslos persönlichen Eingängen immer den Weg in ein "großes" gesellschaftliches Thema weisen. Antitainment vom Feinsten.
Dembowski malt Fußball- und Countrywelten in seinen Farben neu: es geht um die Suche nach dem richtigen Fußball im falschen: sein erstes geschossenes Tor als erlebte Bedrohung, seine Flucht vor der WM 2006, seine Anarcho-Expedition durch die USA 2007, die Suche nach dem echten Maradona, das singende Holzfällerhemd Gunter Gabriel und um Fußball als Gesellschaftskitt. Und was haben Auswärtsfahrten zu St. Pauli mit Johnny Cash zu tun? Hören Sie infame Verleumdungen und herzvolle Liebeserklärungen - ein literarischer Drahtseilakt zwischen FIFA-Kongress und besetztem Haus. So wurden Sie noch nie belesen. Erscheinen Sie deshalb möglichst zahlreich, am besten manisch.
Gerd Dembowski (35), ist als Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF) bekannt geworden mit der Ausstellung ′Tatort Stadion′, die Gerhard Mayer-Vorfelder einst beinahe das Amt des DFB-Präsidenten kostete. Auch der "Spiegel" befand zu Gerhard Schröders Zeiten: "Wo ein Mann wie Dembowski das Wort führt, können auch die Politiker nicht schweigen. Genervt vom wochenlangen Hickhack meldete sich sogar der Kanzler aus seinem Italien-Urlaub zu Wort."
"Dembowski wirft den ganzen Abend um sich, mit wütenden, komischen und nachdenklichen Zeilen, Liedern und Gedanken. Mit dem charmanten Gauner-Lächeln und der Eigenart, ganz oft ganz weit abzuschweifen, punktet er bei seinen Zuhörern." (WAZ)
02.11.2008, 19.00 Uhr
Vernissage: Sechs Fotograf_innen in Murmansk Es ist Monat der Fotografie und sechs Fotograf_innen leisten ihren Beitrag mit Bildern aus Murmansk. Die Ausstellung bleibt einen Monat hängen, dann zieht sie weiter. Bei der Vernissage werden alle Macher_innen anwesend sein.
01.11.2008, 21.00 Uhr
Konzert: KÜNSTLERIN AUS PARIS meets THE BIGGEST SCHNITZEL OF THE UNIVERSE Im Rahmen von Nacht-und-Nebel-Neukölln
Die selbsternannten Superstars "The Biggest Schnitzel in the Universe" fegen mit verwuschelten Haaren und Glitzerkleidchen über die Bühne: "This is a collaborative project amongst some young artists who soon will gentrify your neighborhood, too. We are Schnitzels without a past. We are Schnitzels without a future. We love pathos. We love plastic. We love to swing. We have a fetish for kitchen tools in general and for selecta coffee machines in particular. Schnitzelicious! Enjoy a piece!"
Rassistische Übergriffe auf ausländische Studierende sind in Russland keine Seltenheit. Erst im März 2008 starb ein 20-jähriger Student aus Ghana an den Messerstichen von drei unbekannten Tätern in St. Petersburg. Laut dem Forschungsinstitut SoVa wurden allein seit Beginn diesen Jahres 65 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet und 318 Personen verletzt. Die Zahl der von rassistischen Übergriffen betroffenen ausländischen Studierenden hat sich mit dem Anstieg der rassistisch motivierten Gewalttaten in den letzten Jahren erhöht, was vor allem für Studierende aus Asien, Afrika und der arabischen Welt eine wachsende Unsicherheit an ihrem Studienort bedeutet. Die Menschenrechtsorganisation Youth Human Rights Movement arbeitet schon seit einigen Jahren an der Unterstützung ausländischer Studierender, unter anderem durch den Aufbau einer Notruf-Hotline. In der Veranstaltung wird es um folgende Fragen gehen: Wie wirkt sich der Rassismus auf die Alltagssituation der Studierenden aus? Wie reagieren Universitäten und Mitstudierende? Welcher Zusammenhang besteht mit den neo-faschistischen Gruppen? Welche Gegenstrategien und Unterstützungsangebote gibt es? Die Referentin Irina Aksenova ist seit mehreren Jahren bei YHRM-Russland im Bereich Antifaschismus und Antirassimus aktiv.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
25.10.2008, 22.00 Uhr
>> den sternen ent:tanzen << Im Rahmen der Weserrakete 2008
Es bedeutet sich den Sternen zu entreissen, um dann festzustellen, dass die Schwerelosigkeit den Rhytmus vorgibt. Während die Sterne um uns herum tanzen und wir selbst unseren Beat suchen, merken wir dass wir selbst nur ein einzelner Stern unter vielen sind.
Wenn der ganze Kiez durchdreht und sich mit Raketen versucht in ungeahnte Höhen zu katapultieren, werden wir selbstverständlich mit dabei sein und euch das bieten, was wir am besten können: einen besseren Schluck vom falschen Leben. Diesmal mit positionbeziehenden Musikern, visuellen Leckerbissen und DJ-anes, die euch in unserem Kellerfloor mit auf die Reise nehmen von HipHop über Grime zu Techno.
Das ganze findet statt im Rahmen der Weserrakete, einem unkomerziellen Musikfestival im Reuterkiez an dem sich 20 Läden beteiligen. Dabei steht der freie, kostenlose Genuß von Musik im Vordergrund. Mehr zur Weserrakete unter: weserrakete.blogspot.com
Jährlich treffen sich im November am Columbiadamm, Neukölln, aktive
Bundeswehr- und ehemalige Wehrmachtsangehörige, soldatische
Traditionsverbände, Burschenschafter, alte und neue Nazis und viele mehr
zum "Volkstrauertag", um ihre gefallenen Deutschen zu beweinen und sie
gleichzeitig als Opfer zu stilisieren. Wir möchten Euch einen
geschichtlichen Überblick über das bisher Geschehene geben und Euch über
unsere Kritik am sogenannten "Volkstrauertag", die prägnantesten
Denkmäler, aber auch die bisherigen antifaschistischen Aktionen
informieren.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der antifaschistischen Veranstaltungsreihe "beat up your brain".
Neukölln wird in den Medien oft als Problembezirk gehandelt. Offen
rassistisch sind es meistens die "drogendealenden" Migrant_innen, die
"faulen" Empfänger_innen oder auch die "kulturell unterschiedliche"
Unterschicht, die das Stadtbild prägen sollen. Was die Neuköllner
Kommunalpolitik dazu beiträgt, welche unrühmliche Rolle der
Bezirksbürgermeister Buschkowsky in der ganzen Sache spielt und wie es
in Neukölln wirklich abgeht, wollen wir versuchen kritisch zu beleuchten.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der antifaschistischen Veranstaltungsreihe "beat up your brain".
09.10.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Tempelhof für Alle FÄLLT AUS !!!
02.10.2008, 20.30 Uhr
Konzert: Berlin zwischen Orient und Okzident Marta Vrarova (Sopran), Erik Jenner (Tenor) und Peter Vasice (Klavier).
Ein besonderer Leckerbissen auf unserer
kulturellen Speisekarte: Getreu dem Motto "Es ist nicht alles Pop was
glänzt" werden wir euch in einer "Soft-Premiere" drei Sternchen des
Gesangs und Klaviers präsentieren, die demnächst auf den großen
Bühnen der Welt ihr Können zum Besten geben - doch davor werden sie
nochmal als Generalprobe quasi im proletarischen Neukölln ihre
Stimmbänder schwingen lassen, um den Genuß der Arien und Duette für alle
zugänglich machen, die sich ein solchen Opern-Abend sonst eher gar nicht
oder selten leisten können oder aber gespannt sind, ob eine Kaschemme
wie die Tristeza und schillernder Operngesang zusammenpassen oder nicht.
Man darf gespannt sein.
BERLIN ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT
Arien und Duette von Tschaikowski, Dvorak und Smetana
Kleidungsvorschriften gibt es keine und der Eintritt ist wie immer frei.
Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter veganer Kuchen verkauft. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht vollständig an das Projekt U.R.I. zur Planung und Durchführung von Aktivitäten mit den BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes Hennigsdorfs. Beim vernaschen leckerer Tortenstückchen geben wir euch gerne Informationen bezüglich des Lagersystems in Brandenburg und zur Initiative U.R.I.
Hintergrund: Während die BewohnerInnen in den Flüchtlingslagern in Berlin, eingeschränkt Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nutzen können, sind Flüchtlinge in Brandenburg durch die gewollte bundesweite gesellschaftliche Exklusion (Residenzpflicht, Sachleistungen, eingeschränkter Arbeitsmarktzugang, Studiums- / Ausbildungsverbot, Unterbringung in örtlich isolierten Lagern) vollkommen abgeschnitten.
Neben den gesetzlichen Ressentiments und der gewollten Perspektivlosigkeit verschärfen in Brandenburg aktive lokale Nazikameradschaften, hohes rechtes Wahlverhalten, kaum existierende kulturelle Strukturen, sowie kaum vorhandene linke oder bürgerlich-liberale, zivilgesellschaftliche Netzwerke, die prekäre Lebenssituation von Flüchtlingen.
Um der Isolation etwas entgegenzusetzen iniitierten einige MitarbeiterInnen der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. in Berlin Kreuzberg Anfang des Jahres das Projekt "KuB goes Umland". Inhalt dieses Projektes ist es Flüchtlinge in den Heimen im Berliner Umland zu unterstützen.
Hierbei sehen wir unsere Aufgabe, Kontakt zu den HeimbewohnerInnen, eventuell gegebenen politisch aktiven Gruppen sowie "zivilgesellschaftlichen/ bürgerlichen" AkteurInnen vor Ort aufzunehmen, Unterstützungswünsche abzuklären und gemeinsam verschiedenste Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Ziel ist es hierbei die unterschiedlichen Personen und Gruppen mit einander bekannt zu machen und zu stärken, so dass nach einem gewissen Zeitraum weitere Unterstützungsarbeit in einem anderen Ort stattfinden kann.
Begonnen haben wir dieses Jahr in Hennigsdorf. Hier existiert mittlerweile eine Initiative mit dem Namen U.R.I. (united against racism and isolation), welches sich aus einigen HeimbewohnerInnen, der dortigen Antifa, Einzelpersonen und uns MitarbeiterInnen der KuB besteht. Gegenwärtig befinden wir uns eher noch in der Kennlernphase somit werden gemeinsame Nachmittage und Partys organisiert. Parallel dazu finden AntiraEinkäufe, Hilfestellung bei Problemen, sowie Soli- und Informationsveranstaltungen statt.
27.09.2008, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter Kuchen verkauft. Siehe Sonntag.
Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter veganer Kuchen verkauft. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht vollständig an das Projekt U.R.I. zur Planung und Durchführung von Aktivitäten mit den BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes Hennigsdorfs. Beim vernaschen leckerer Tortenstückchen geben wir euch gerne Informationen bezüglich des Lagersystems in Brandenburg und zur Initiative U.R.I.
Hintergrund: Während die BewohnerInnen in den Flüchtlingslagern in Berlin, eingeschränkt Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nutzen können, sind Flüchtlinge in Brandenburg durch die gewollte bundesweite gesellschaftliche Exklusion (Residenzpflicht, Sachleistungen, eingeschränkter Arbeitsmarktzugang, Studiums- / Ausbildungsverbot, Unterbringung in örtlich isolierten Lagern) vollkommen abgeschnitten.
Neben den gesetzlichen Ressentiments und der gewollten Perspektivlosigkeit verschärfen in Brandenburg aktive lokale Nazikameradschaften, hohes rechtes Wahlverhalten, kaum existierende kulturelle Strukturen, sowie kaum vorhandene linke oder bürgerlich-liberale, zivilgesellschaftliche Netzwerke, die prekäre Lebenssituation von Flüchtlingen.
Um der Isolation etwas entgegenzusetzen iniitierten einige MitarbeiterInnen der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. in Berlin Kreuzberg Anfang des Jahres das Projekt "KuB goes Umland". Inhalt dieses Projektes ist es Flüchtlinge in den Heimen im Berliner Umland zu unterstützen.
Hierbei sehen wir unsere Aufgabe, Kontakt zu den HeimbewohnerInnen, eventuell gegebenen politisch aktiven Gruppen sowie "zivilgesellschaftlichen/ bürgerlichen" AkteurInnen vor Ort aufzunehmen, Unterstützungswünsche abzuklären und gemeinsam verschiedenste Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Ziel ist es hierbei die unterschiedlichen Personen und Gruppen mit einander bekannt zu machen und zu stärken, so dass nach einem gewissen Zeitraum weitere Unterstützungsarbeit in einem anderen Ort stattfinden kann.
Begonnen haben wir dieses Jahr in Hennigsdorf. Hier existiert mittlerweile eine Initiative mit dem Namen U.R.I. (united against racism and isolation), welches sich aus einigen HeimbewohnerInnen, der dortigen Antifa, Einzelpersonen und uns MitarbeiterInnen der KuB besteht. Gegenwärtig befinden wir uns eher noch in der Kennlernphase somit werden gemeinsame Nachmittage und Partys organisiert. Parallel dazu finden AntiraEinkäufe, Hilfestellung bei Problemen, sowie Soli- und Informationsveranstaltungen statt.
20.09.2008, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter Kuchen verkauft. Siehe Sonntag.
Dieser technisch äußerst knifflige Auftritt läßt uns bereits jetzt graue
Haare wachsen, die Bühne verwandelt sich zum dadaistischen Spektakel,
die verschiedenen Instrumente, Maschinen und sonstigen tonerzeugenden
Maßnahmen müssen vernetzt und verkoppelt werden und ergeben ein
mitreissendes Erlebnis elektronischer Musik.
"Sie sind dada dada in Sound und Singsang. Evolution must be so singen sie! Aktionen und kleine Tänze dudeln auf alten Synthies oder Rhytmusmaschinen. Sie wirbeln und freuen und ärgern, Dr. Treznok & Inox Kapell manchmal insektenschnell!!!"
Infoabend: Das Kopftuch. Mehr als ein Stück Stoff Vortrag und Diskussion mit Fathiyeh Naghibzadeh über die Bedeutung des
islamischen Kopftuchs. Es soll gezeigt werden, dass die Rolle der Frau im Islam
viel komplexer ist als die der "Unterdrückten". Denn das Kopftuch ist nicht nur
ein "Stück Stoff", es fungiert als "göttliches Zeichen" und verweist auf
grundlegende Probleme des Islam. Deshalb stellt auch die oft betonte Beteiligung
von Frauen mit Kopftuch an immer mehr gesellschaftlichen Bereichen keine
Emanzipation dar, sondern verallgemeinert ihre Entrechtung nur. Zur Einleitung werden Ausschnitte aus dem französisch-iranischen Film
"Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null" von der Gruppe "Politik
und Psychoanalyse" gezeigt, der die Frauendemonstrationen gegen die
Zwangsverschleierung im Iran im März 1979 dokumentiert. In der Diskussion soll es dann auch um das Verhältnis nichtislamischer Deutscher
zum Islam gehen, und besonders auch um das seltsame Nebeneinander von Islam und
sich links und feministisch verstehender Alternativkultur in Neukölln oder
Kreuzberg.
Fathiyeh Naghibzadeh ist aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Sie ist als
Filmemacherin, Autorin und als Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin aktiv.
21.08.2008, 20.00 Uhr
Lesung: "Kopfschüsse" oder: Wer Pisa nicht versteht, muss mit Rütli rechnen Brigitte Pick, die ehemalige Rektorin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, liest aus ihrem Buch Kopfschüsse. Sie zeigt, wie aus Schulverlierern Schulversager gemacht werden, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen haben. Sie gibt den Schülern der Hauptschulen ein Gesicht und schildert sie nicht als Rebellen. Sie haben eigentlich ihre Lektion in der selektierenden Schule gut gelernt. Darüber und über vieles mehr können Sie mit ihr diskutieren. Das Programm wird von dem Musiker Stefan Pick und dem Schauspieler Markus Friedmann, der lange beim Berliner Grips-Theater spielte, begleitet. Sie werden unter anderem den Rütli-Schwur in seiner Originalfassung und den von 2006 zum Besten geben, neben anderen Liedern zur Schule. Momo Black, ein ehemaliger Rütli-Schüler, wird über seine Lebenssituation rappen. Das unerschrockene Pisa-Rat-Pack rüttelt an den morschen Mauern des veralteten deutschen Schulsystems, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Tom and Liza are the Wind Whistles and they live together in the suburbs
of Vancouver, Canada. As an indie folk duo, they both sing and both play
acoustic instruments (guitar,bass). Sometimes they play alone and
sometimes they bring friends, more times not. They think they sound like
a cross of Lemonheads and Violent Femmes while people tell them they
sound like a cross of the Decemberists and the Moldy Peaches.
13.08.2008, 20.30 Uhr
Yenga-Turm-Bau-Turnier zum Tag des Mauerbaus Niemand hat die Absicht einen Yenga-Turm zu bauen...
Kommt alle, es wird lustig!
07.08.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Klimacamp-Mobilisierung Nach den ereignisreichen G8-Protesten im letzten Sommer gibt es auch in diesem Jahr zahlreiche politische Camps, beispielsweise das Klimacamp vom 15.-24.8. in Hamburg. Inspiriert von den britischen Klimacamps und den Anti-G8-Protesten im letzten Jahr wird in Hamburg ein Camp errichtet, das unter Anderem zur thematischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Klimawandels und zur Vorbereitung von Aktionen, beispielsweise gegen das im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg, genutzt werden kann. Parallel zum Klimacamp wird das antirassistischte Camp stattfinden. Um die Idee des Klimacamps präziser vorzustellen, den Vorbereitungsprozess zu reflektieren, einen Überblick über die Lage in Hamburg zu geben, über die Perspektiven des Camps zu diskutieren...und anschließend den Film"reclaim power" über das erste britsiche Klimacamp anzuschauen, laden wir euch herzlich zur Infoveranstaltung am Donnerstag den 7.8. in der Tristeza ein.
Infoabend: Rechtsextremismus und Geschlecht II: Rechtsextremismus und Männlichkeit Esther Lehnert (MBR Berlin), Markus Stieger (Freier Journalist), Moderation: Eike Sanders (Apabiz).
Vor allem rechtsextreme Männer fühlen sich in ihrer eingeforderten Machtposition stetig angegriffen - sei es vom "kastrierenden Kapitalismus", "menschenmanipulierenden" Feministinnen oder auch Einwanderungswellen "hyperpotenter und billigarbeitender Ausländer". All diese Bilder sind hochgradig gegendert und bilden zentrale Elemente rechtsextremer Agitation und Mobilisierung. Hierbei stehen rechtsextreme Positionen nicht auf verlorenem Posten, sondern schließen immer wieder an Diskurse des Mainstreams an.
Wir wollen die zweiteilige Veranstaltung nutzen, um Geschlechterideale, deren Konstruktion, ihre vermeintlich Bedrohung sowie diskursfähige Verteidigungsstrategien in der extremen Rechten zu analysieren und zu diskutieren.
29.07.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Rechtsextremismus und Geschlecht I: Rechtsextreme Frauen Esther Lehnert, Juliane Lang, Wiebke Eltze, (alle MBR Berlin), Moderation: Eike Sanders (apabiz).
Biedere Häkelabende, aktive Funktionärinnen & hippe Kameradinnen? Rechtsextreme Frauen müssen vieles miteinander vereinbaren, was die Zerreißprobe zwischen dem propagierten traditionellen Frauenbild einerseits und dem Anspruch auf eine aktive Rolle im "Kampf der Bewegung" andererseits anbelangt. Organisationen wie der "Ring Nationaler Frauen" versuchen diesen Widerspruch durch die Schaffung von Frauenräumen zu umschiffen sowie Empowerment und Lobbyarbeit miteinander zu verbinden.
In den letzten Jahren sind rechtsextreme Frauen vermehrt in den Blick geraten, sowohl innerhalb als auch außerhalb der extremen Rechten. Alle diese Frauen (und Männer) agieren auf der Basis einer rechtsextremen, rassistischen "Volksgemeinschaft" für die die Konstruktion "richtiger Frauen" und "richtiger Männer" die Grundlage bildet. Zentrales Feindbild stellt die vermeintliche Auflösung der Geschlechtsidentitäten dar.
Wir wollen die zweiteilige Veranstaltung nutzen, um Geschlechterideale, deren Konstruktion, ihre vermeintlich Bedrohung sowie diskursfähige Verteidigungsstrategien in der extremen Rechten zu analysieren und zu diskutieren.
27.07.2008, 14.00 Uhr
Solidarischer Kaffeklatsch: Uckermark AG Gegen das Vergessen!
Die Verwüstungen im ehemaligen Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen
und späteren Vernichtungslager Uckermark sollen beseitigt werden.
Dafür gibt es ab 14h lecker Kuchen (auch veganen).
Ab 16 Uhr gibt es Filme: "Das nannte man ‚asozial′" und "Das so was nie wieder passiert", mit Ausschnitten aus Zeitzeug_inneninterviews, Bildern vom Gedenkort, der durch selbstorganisierte Workcamps zugänglich und als solcher
kenntlich gemacht worden ist.
Hintergrundinfos:
Das ehemalige Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen und spätere Vernichtungslager Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. 1945 zählte das Lager ca. 1.000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die "vorbeugende Verbrechensbekämpfung" hatte die Inhaftierung von als "asozial" kriminalisierten Mädchen möglich gemacht. Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungslager für Häftlinge aus Ravensbrück eingerichtet. Bis April 1945 wurden dort ca. 5.000 Frauen umgebracht.
Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrations- und späteren Vernichtungslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den "vergessenen Verfolgten" des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.
Entschädigungen für die Überlebenden wurden zunächst gar nicht, dann nur schleppend und in sehr geringem Umfang gezahlt.
Das Stigma "asozial" lebte und lebt auch nach 1945 in den Köpfen der deutschen Bevölkerung weiter, so dass viele der Überlebenden ihre traumatischen Erfahrungen lieber für sich behielten.
Nach 1945 wurde das ehemalige Lagergelände von der Roten Armee, dann GUS-Truppen militärisch genutzt. Auch danach wurde das ehemalige Lager nicht Teil der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, obwohl es eng an das Frauen-KZ angebunden war. Trotzdem gibt es seit 1997 Bemühungen, dieses Lager zu erforschen und einen würdigen Gedenkort zu schaffen. Diese kommen jedoch nicht von offizieller Seite, sondern werden von der Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V. und autonomer Selbstorganisierung getragen.
Im April 2008 haben Unbekannte auf dem ehem. Lagergelände randaliert und die Arbeit viele Workcamps zerstört. Der Sachschaden beläuft sich nach unseren Schätzungen auf mindestens 2.000 Euro. Da sich weiterhin niemand in der Verantwortung sieht und die Zuständigkeiten ungeklärt bleiben, ist es nun dem autonomen Engagement überlassen, die Verwüstungen zu beseitigen, bzw. Gestohlenes zu ersetzen. Die Behebung der Schäden im Rahmen des FrauenLesBiTrans-Workcamps 2008 geplant und wir versuchen über verschiedene Aktionen Spendengelder, bzw. Materialien zum Wiederaufbau zu organisieren - eine davon ist diese Soli-Kuchen-Aktion am 26./27.7. Also kommt zahlreich und schlagt euch den Bauch voll!
Falls ihr mehr wissen wollt:
http://www.maedchen-kz-uckermark.de
26.07.2008, 14.00 Uhr
Solidarischer Kaffeklatsch: Uckermark AG Gegen das Vergessen!
Die Verwüstungen im ehemaligen Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen
und späteren Vernichtungslager Uckermark sollen beseitigt werden.
Dafür gibt es ab 14h lecker Kuchen (auch veganen).
Ab 17 Uhr gibt es Filme: "Das nannte man ‚asozial′" und "Das so was nie wieder passiert", mit Ausschnitten aus Zeitzeug_inneninterviews, Bildern vom Gedenkort, der durch selbstorganisierte Workcamps zugänglich und als solcher
kenntlich gemacht worden ist.
Falls ihr mehr wissen wollt:
http://www.maedchen-kz-uckermark.de
18.07.2008, 21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Konzert Eröffnung der Punkrock-Comix-Ausstellung von Markus Magenbitter
ab 22 Uhr Konzert mit:
Paul Geigerzähler
(radioaktive Geige, spaltender Gesang)
Er lernte als Kind Geige, die er später in verschiedenen Punkbands zum
Erzeugen von Pogoexzessen missbrauchte. Ende der 90er begann er Lieder
von Erich Mühsam und Kurt Tucholsky zum Geigenspiel zu singen, schrieb
bald darauf auch eigene Werke, die er seitdem auf unzähligen Konzerten
im Dunstkreis (ex)besetzter Häuser zum Besten gibt.
Pascal Briggs
(from Urban Folk to Outlaw Country)
Als Songwriter und Gitarrist von DISTRICT oder manischer Sänger der
PUBLIC TOYS dürfte er einigen "Älteren" noch in lebhafter Erinnerung
geblieben sein. Neben den Aktivitäten in seiner aktuellen Band CORNER
BOYS präsentiert PASCAL BRIGGS zur Zeit auch solo nochmal eine ganz
andere Facette seines musikalischen Outputs.
Der Eintritt ist wie immer frei.
03.07.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Nazi-Codes. Symbole und Lifestyle rechter Jugendlicher. Das Hakenkreuz kennen alle, den Gruß "Heil Hitler" auch. Doch was macht man, wenn solche Inhalte versteckt werden, wenn aus "Heil Hitler" die Zahlenkombination 88 wird?
Was für Außenstehende unauffällig wirkt, hat für diejenigen, die sich auskennen, eine enorme Bedeutung. Die mehr als 120 bekannten Zeichen, die verdeckt oder offen eine politische Orientierung nach rechts mitteilen, sind nicht nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte und vermitteln ein Gruppengefühl, sie transportieren auch eine politische Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Deutung, oder ist gerade bei jugendlichen TrägerInnen erst einmal "nur" Ausdruck eines Gefühls.
Der Vortrag beleuchtet die Codes und Symbole rechter Jugendlicher und ihren Zusammenhang mit ihrem Lifestyle. Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des apabiz (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum).
24.06.2008, 20.00 Uhr
EM und keine_r kommt davon Kritisches zu Fussball und Nationalismus von und mit Gerd Dembowski
Nationalfahnenbewimpelte Autokorsos, kaum eine Kneipe ohne Großbildleinwand, König Fussball beherrscht die Welt. Man kennt das von der WM 2006 in Deutschland: Nichts scheint die Schicksalsgemeinschaft so zu bewegen wie elf paar behaarter Männerbeine. Es geht um mehr als ein Stück aufgepumptes Leder im Netz. War die WM 2006 das I-Tüpfelchen einer national-ideologischen Restauration Deutschlands? War wirklich alles friedlich zur WM 2006? Wie wären die rassistischen Exzesse in den deutschen Ligen direkt danach einzuordnen? Wie ernst sind die Initiativen des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger zu nehmen? Und was ist von der laufenden EM in Österreich und der Schweiz zu erwarten? Gerd Dembowski, lange Jahre Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF), bekannt durch die Ausstellungskampagne "Tatort Stadion" lässt "schwarz-rot-geil" zur WM 2006 kritisch Revue passieren, trägt vor und diskutiert, liest Einschätzungen und Polemiken. Sei dabei, wenn dem Zwang mitzufeiern Hausverbot erteilt wird und genieß eine nationalfahnenbefreite Zone!
21.06.2008, 20.00 Uhr
Konzert und Party: dein block, mein kiez Umsonst, drinnen und draußen!
Infoveranstaltung: dein block, mein kiez Emanzipatorische Stadtteilanalyse
auf dem Podium:
- ABQueer, Beratungsstelle für lesbischwule und transgender Lebensweisen
- Friedel54, Selbstorganisierter Stadtteilladen
- Gelegenheiten e.V., Kunst und Kultur in der Weserstr.
- ′Global Ghetto′, Interkulturelles HipHop-Projekt
- Lunte, Autonomer Infoladen
- ORi, Bar-Galerie-Raum für Projekte
- Projektraum H48, Raum für emanzipatorische Bewegung im Kiez
Nord-Neukölln: Zwischen Sonnenallee und Kanal. Zwischen "sozialem Brennpunkt" und "Szenekiez". Es wird sich gestritten, ob es bergauf geht oder bergab. Ob die neuen Kneipen was verändern, die Galerien oder doch der neue "Campus Rütli". Oder ob das Quartiersmanagement versagt hat. Und ob die Veränderungen "Ghettoisierung", "Aufbruchstimmung" oder "Gentrifizierung" darstellen. Das alles interessiert uns nur am Rande.
In den letzten Jahren haben verstärkt alternative, (sub)kulturelle und linke Läden in der Umgebung eröffnet. So auch wir, der kollektiv organisierte Cafe- und Barbetrieb der Tristeza. Uns ist klar, dass wir in die Gestaltung des Kiezes, des Blocks, der Umgebung eingreifen. Und das wollen wir auch tun, sonst wären wir nicht hier. Wir sind Teil der Veränderung, über die zur Zeit soviel geredet wird.
Veränderung verstehen wir dabei nicht ausschließlich negativ oder positiv. War "früher" denn alles besser? Gerade Sexismus, Homophobie, Rassismus und soziale Ungleichheit gab es auch schon vor den hippen Kneipen und jungen Künstler_innen - und wird es auch weiterhin geben.
Wir laden alle an emanzipatorischer Stadtteilpolitik Interessierten ein, um eine erste Analyse vorzunehmen, was sich momentan verändert und was nicht, welche Ausgrenzungs- und Verdrängungsprozesse dies beinhaltet und was wir daraus lernen können. Wir wollen eine linke Positionierung jenseits von "Scheiß Yuppies!" oder "Kein Prenzlauer Berg in Neukölln!". Außerdem wünschen wir uns eine längerfristige Vernetzung, um die Möglichkeiten und Perspektiven emanzipatorischer Stadtteilpolitik zu
diskutieren.
Infoveranstaltung: Herrschaft und Technik - Politische Kritik an der industriellen Produktion und Technik Wo liegen die Wurzeln des industriellen Fortschritts, der planmäßigen Ausbeutung von Umwelt, Mensch und Tier und was hat er uns gebracht? Müssen wir unseren Fernseher, Junk Food und Internet aufgeben, um die Welt als lebenswerten Raum für viele Arten erhalten zu können? Welche Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse stecken dahinter? Wie könnte eine Produktion ohne Ausbeutung aussehen? Was könnten erste Schritte einer industriellen Abrüstung sein? Interaktiver Vortrag und Diskussion mit ExpertInnen.
16.06.2008, 20.00 Uhr
Film- und Infoabend über Mumia Abu-Jamal Mumia Abu-Jamal ist seit 1981 politischer Gefangener in den USA. Mit gefälschten Beweisen als vermeintlicher Polizistenmörder zum Tode verurteilt, war es eine weltweite Unterstützer_innenbewegung, die ihn bis heute am Leben gehalten hat.
Seit vielen Jahren versucht er, mit Hilfe eines neuen Verfahrens frei zu kommen. In diesem Frühjahr blockierte erneut ein Gericht diese Bemühungen schwer. Gleichzeitig wurde der Staatsanwaltschaft die Tür zu einem neuen Anlauf für ein Todesurteil geöffnet. Mumia könnte 2008 wieder in akuter Lebensgefahr sein, da mit der Eröffnung eines abgetrennten Verfahrens über Lebenslänglich ohne Bewährung (der aktuelle jur. Stand) oder aber Todesstrafe sehr bald zu rechnen ist. Wir setzen uns seit langer Zeit für Mumias Freiheit ein.
An diesem Abend wollen wir Filmausschnitte aus verschiedenen Jahrzehnten zeigen, über den ehemaligen Black Panther Aktivisten Mumia und seine spätere Arbeit als Journalist berichten sowie die weiteren politischen Hintergründe beleuchten, die zu seiner Verurteilung führten und ihn bis heute im Todestrakt gefangen halten. Auch die Todesstrafe an sich und die privatisierte Gefängnisindustrie der USA sind hierbei von Belang.
veranstaltet vom Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal
12.06.2008, 19.30 Uhr
Infoabend: Heimatschutz - Die ökologische Rechte In den letzten Jahren sind wir in Bewegungszusammenhängen, sei es der Anti-Atom-Bewegung, sei es beim G8-Gipfel, bei GenDreck-Weg-Aktionen, kürzlich sogar in Hamburg bei der Anti-Repressions-Demo gegen §129a immer wieder damit konfrontiert, dass selbst ernannte "Heimatschützer", sei es aus den etablierten rechten Parteien (NPD, ÖDP....), sei es aus den Reihen freier Kameradschaften, in unseren Demos mitlaufen, bei unseren Camps und Aktionen auftreten wollen.
Dass es im Rahmen linker Demos, Camps und Aktionen "Kein(en) Platz für Nazis" gibt, ist hierbei wohl völlig unumstritten. Mit dem Blick auf das (Klima-)Campen im kommenden Sommer wollen wir noch mal einen genauen Blick auf die Hintergründe, die Ideologien und die Argumente der sogenannten "Heimatschützer" werfen.
im Rahmen der Berliner Veranstaltungsreihe zum Klimacamp
07.06.2008, 14.00 Uhr
SOLIDARISCHER KAFFEEKLATSCH: Freiheit für Andrea! Am Wochenende 07./08. Juni, nachmittags ab 14 Uhr.
Solidarischer Kaffeeklatsch mit selbstgebackenem Kuchen. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht komplett an die Berliner Antifaschistin Andrea, welche am 1. Dezember in Berlin-Neukölln während des Protests gegen einen Nazi-Aufmarsch festgenommen wurde. Sie muss wegen verschiedender politischer Aktionen 14 Monate hinter Gittern verbringen und ist dabei auf Solidarität von außerhalb angewiesen.
05.06.2008, 19.30 Uhr
Infoabend: Esoterik - Nur vermeintlich unpolitisch Die zunehmende Vereinzelung der Menschen hat viele Unsicherheiten mit sich gebracht. Die individuellen Auswege daraus sind ebenso vielfältig: Ob der Glaube an die Kraft von Amuletten, das Erwarten der kosmischen Weltrevolution oder einfach nur "bewusst leben" für eine schönere Wiedergeburt - Esoterik ist nach wie vor angesagt. Dabei ist Wenigen bekannt, auf welchen Wurzeln und Kontinuitäten - auch des Nationalsozialismus - New Age, Hippie-Bewegung und/oder der völkische Naturkult unter anderem beruhen. Die grundlegenden Prinzipien, wie Karmaglaube, der Geschlechterdualismus und die Absage an Rationalität und Materialismus, sind nicht nur alles andere als emanzipativ. Sie sprechen auch ein sich als alternativ empfindendes Publikum an, das rechte Inhalte in Kombination mit einer "spirituellen Selbstbefreiung" entweder hinnimmt oder bereit ist, sie in ihr vermeintlich unpolitisches Weltbild zu integrieren. Dass es dabei sowohl personelle als auch ideologische Überschneidungen in die extreme Rechte gibt, wird selten problematisiert.
Der Vortrag mit anschließender Diskussion bietet einen kurzen Abriss über die historische Entwicklung der "klassischen" Esoterik in Deutschland, streift das Heidentum als deutsche Ausprägung einer völkischen Esoterik und Schnittstelle zu einer "arteigenen" Religion und endet bei den neueren rechten Verschwörungstheorien - mit Bildern und unterhaltsamen Beispielen!
Die Referentin ist Mitarbeiterin des apabiz
29.05.2008, 21.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE mit Gitarre und Gesang Von unserer kleinen Bühne aus werden wir verwöhnt mit Musik zum genießen, nachdenken und wegträumen. Für eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag.
Gitarre und Gesang von und mit Kristin Gerwien.
26.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über Pornografie in der DDR.
22.05.2008, 20.00 Uhr
ACHTUNG!!!! NEU! Infoveranstaltung: Von Neonazis und Antifaschismus in Russland Information und Diskussion mit russischen Aktivist_innen.
In letzter Zeit sind immer wieder Informationen über den rassistischen
und faschistischen Terror in Russland an die Öffentlichkeit gekommen. In
den letzten Jahren hat die Zahl der Morde durch militante Neonazis
erheblich zugenommen. Sowohl Migrant_innen als auch Antifaschist_innen
sehen sich mit einer zunehmenden Gefährdung ihres Lebens durch militante
Neonazis konfrontiert. Die Morde sind Ausdruck eines weit verbreiteten
Rassismus, aber auch einer fortschreitenden Radikalisierung rechter
Strukturen in Russland. Verstärkt wird dieses rassistische Klima durch
die herrschende Politik. Die Situation für Menschen, die sich abseits
des Mainstreams bewegen, wird immer schwerer und gefährlicher.
Es gibt in Russland keine großen unabhängigen Gewerkschaften oder
traditionelle demokratische, antirassistische oder antifaschistische
Strukturen. Allerdings existieren inzwischen vielfältige Zusammenhänge
und es gibt unterschiedlichste Aktivitäten sich den Neonazis
entgegenzustellen.
Ein Überblick über die gesellschaftliche Situation in Russland,
Vorstellung der antifaschistischen Bewegung und Diskussion über die
Möglichkeiten der internationalen
Solidarität.
Da Aktivist_innen aus Russland vor Ort sind, gibt es die Möglichkeit
ihnen Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.
In Kooperation mit apabiz (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin).
20.05.2008, 19.00 Uhr
Infoabend: Gesundheit - Migration - Krankheit - Tourismus (Drei Beitrüge zur politischen Logik der Infektion)
Aids kommt aus Afrika? Tuberkulose aus Osteuropa? Seuchendiskurse verweisen weniger auf eine empirische Realitüt als auf sich selbst und die vorherrschende medikale Kultur. Die im seuchenpolizeilichen Diskurs behauptete signifikante Kopplung bestimmter Menschengruppen mit bestimmten Seuchen gilt es kritisch zu beleuchten. Unsere Gruppe setzt sich mit den verschiedenen Facetten von Medizinkritik und Bevölkerungspolitik auseinander. Wir wollen mit euch über die Dimensionen einer gegenseitigen Stabilisierung von Migrationsregime, rassistischen Bildern in der Medizin und Umbau des Zugangs zum Gesundheitssystem diskutieren.
Veranstaltet vom ak medizinkritik
19.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Subkulturszene der DDR aus dieser Zeit.
18.05.2008, 20.00 Uhr
Konzert: Neil Leyton und David Judson Clemmons Neil Leyton ist ein Soul Anarchist im Rock′n′Roll, ein Independent Extremist. David Judson Clemmons steht für wundervolle Gitarrenmusik und tiefgründige Texte. Wir sind gespannt! ...
12.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Punkszene in der DDR aus einem Rückblick.
08.05.2008, 21.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE: Brecht-Abend Lesung, Gesang und Klavier am Tag der Befreiung.
Mit Auszügen aus den Flüchtlingsgesprächen, der Drei-Groschen-Oper und anderen Werken.
01.05.2008, 18.00 Uhr
After-Riot-Chillout Wer genug vom Kreuzberger Mai-Spektakel hat oder nie hingehen wollte, kommt nach Neukölln zum Verschnaufen und Vergessen. Billige Molotov-Cocktails, Bierslime, Punkrock und Riot-Videos aus den guten, alten Zeiten. Umsonst und drinnen bis in den nächsten Morgen.
29.04.2008, 21.00 Uhr
Konzert: Trezinox Elektro-Trash-Supershow:
trezinox sind dada
dada in sound und singsang
evolution must be so singen sie!
aktionen und kleine tänze
dudeln auf alten synthies oder rhytmusmaschinen
sie wirbeln und freuen und ärgern,
dr. treznok & inox kapell
manchmal insektenschnell!!!
Eintritt frei.
28.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über den Alltag in der Ausländerbehörde.
21.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Neonaziszene in Frankfurt/Oder.
17.04.2008, 22.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE präsentiert: Nix ist Fix - buntes Kabarett-Spektakel Sobald die Bar sich mit Leben füllt, wird das Ensemble "Nix ist Fix" mit
ihrem Spektakel beginnen. Die Tristeza verwandelt sich in eine große
Bühne und du bist mitten drin. Das Programm nennt sich "Vom Sinn und
Unsinn des Lebens" - alles weitere bleibt Gerücht. Ein Abend voller
Überraschungen. Eintritt frei.
14.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Lustiger Film über den Bundestagswahlkampf 2002 in Brandenburg.